Entschärfung: Die Hardt wird zum Sperrgebiet

Evakuierungszone eingerichtet

Das Sperrgebiet ist eingezeichnet, der Zeitplan am Mittwoch steht. Das Personal ist angefordert, die Flugblätter sind gedruckt. Bleibt die Frage: Wie viele Bomben werden am Mittwoch (25.2.) tatsächlich entschärft?

Hardt

, 23.02.2015 / Lesedauer: 2 min
Entschärfung: Die Hardt wird zum Sperrgebiet

Die rote Linie umreißt das Sperrgebiet.

Ein Fünf-Zentner-Sprengkörper wurde letzte Woche auf einem Grundstück an der Gahlener Straße/Clemens-August-Straße entdeckt, zwei weitere Verdachtsflächen sind mittlerweile als unbedenklich eingestuft worden. „In einem Fall lag im Boden ein altes Ofenrohr“, bestätigte Stadtsprecherin Lisa Bauckhorn Montagnachmittag.

Ein Blindgänger könnte noch auf dem Baugrundstück liegen, da werden die Experten vom Kampfmittelräumdienst am Dienstag (24.2.) Gewissheit haben. Die Planung der Stadt ist deshalb noch ein wenig unter Vorbehalt. Bislang gilt: Die Bombe wird am Mittwoch um 16 Uhr entschärft. In einem Radius von 250 bis 300 Metern wird ab 14.30 Uhr evakuiert, betroffen sind laut Bauckhorn 1200 bis 1300 Menschen. Das St.-Elisabeth-Krankenhaus liegt knapp außerhalb des Radius’, ein Teil des Seniorenzentrum St. Elisabeth muss geräumt werden.

Flugblätter werden verteilt

Die gesamte Innenstadt liegt außerhalb des Sperrgebietes. Drei Mitarbeiter der Stadtverwaltung werden am Dienstag von Haus zu Haus gehen und in der Evakuierungszone Flugblätter in die Briefkästen legen, damit jeder Bewohner frühzeitig informiert ist.

Die wichtigsten Fakten:

  • Ab 15.30 Uhr bis zur Entwarnung darf sich niemand in der Evakuierungszone aufhalten.
  • Als Aufenthaltsraum steht die Turnhalle der Geschwister-Scholle-Schule am Nonnenkamp zur Verfügung.
  • Shuttle-Busse stehen am Mittwoch ab 14 Uhr an der Haltestelle Iltisweg bereit. Die Polizei behält den Bereich der evakuierten Häuser im Auge.

Bauckhorn erinnerte daran, dass auch Haustiere im Sperrgebiet nichts zu suchen haben. „Es ist schon vorgekommen, dass kurz vor der Entschärfung plötzlich jemanden einfiel, dass der Hund noch in der Wohnung ist.“ Bevor ein Experte des Kampfmittelräumdienst den Aufschlagzünder amerikanischer Bauart unschädlich gemacht, wird kontrolliert, ob sich tatsächlich niemand im Sperrgebiet aufhält. Straßen werden ab 15.30 Uhr gesperrt, das wird auch den Busverkehr behindern. Lautsprecherwagen geben später Entwarnung. Die Erfahrung aus der Vergangenheit leert: Der Sprengstoff-Fachmann braucht ungefähr 20 Minuten – wenn es keine Komplikationen gibt.

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