Entscheidung fällt spätestens in sechs Wochen

19.07.2007, 17:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Dorsten "Es gilt, eine Entscheidung mit ganz viel Verantwortung zu treffen!" DIA-Sprecher Stephan Reken beneidete Bürgermeister und Rat nicht um die Aufgabe, am Lippetor etwas Positives zu bewegen, ohne das empfindliche Zentrengefüge des Handels zu stören.

Dennoch will die Stadtspitze das heiße Eisen umgehend anpacken. "Die Entscheidung muss in vier bis sechs Wochen auf dem Tisch liegen", versprach Bürgermeister Lambert Lütkenhorst, "wir müssen schauen, ob der Zug, den der Investor ins Rollen gebracht hat, angehalten wird oder unter welchen Vorgaben er freie Fahrt bekommt."

Wesentliche Hilfe für eine wohl abgewogene Entscheidung erhofft sich die Stadtspitze von Gutachter Michael Karutz (Foto). Er soll mit den Projektentwicklern klären, wie das Sortiments-Spektrum der Hauptmieter des neuen Centers aussehen wird und welche Auswirkungen es auf die vorhandenen Geschäfte hätte. Im Bekleidungs- und Lebensmittelbereich sei die Versorgung gut, lediglich eine Groß-Buchhandlung sowie die Warengruppe "Elektrogeräte/Unterhaltungselektronik" könnten derzeit Angebotslücken schließen, lautete seine Analyse.

Allerdings kann die Stadt im Kernbereich die Sortimente nicht dauerhaft vorgeben. "Dafür haben wir aber zwei andere Steuerungsinstrumente", erklärte Stadtbaurat Frank Gläßner, "uns gehört ein Teil des Grundstücks und wir können im Bebauungsplanverfahren Größenordnungen verankern".

Dass trotz aller Bedenken Handlungsbedarf besteht und es gut wäre, an "einem der spannendsten Standorte an der nördlichen Revierkante" die Elemente Wasser und Stadt zu vernetzen, wurde ebenfalls deutlich. Lütkenhorst: "Wir können keinen Zaun um die Stadt ziehen und sagen, sie verträgt keinen Wettbewerb mehr." kdk

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