Entsorgungsbetrieb Dorsten: Keine Annahme von faserhaltigen Baustoffen

Entsorgungsbetrieb Dorsten

Der Entsorgungsbetrieb weist darauf hin, dass er keine faserhaltigen Baustoffe annimmt. Bauschutt, wie Fliesen, Pflastersteine oder Sanitärkeramik, ist weiterhin gegen Gebühr zu entsorgen.

Dorsten

23.08.2020, 11:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Der Entsorgungsbetrieb weist darauf hin, dass er keine faserhaltigen Baustoffe annimmt.

Der Entsorgungsbetrieb weist darauf hin, dass er keine faserhaltigen Baustoffe annimmt. © Guido Bludau (A)

Im Bauschuttcontainer des Entsorgungsbetriebes der Stadt Dorsten finden sich immer wieder sogenannte faserhaltige Baustoffe. Darunter versteht man etwa auch Asbest.

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Asbest ist ein feinfaseriges Material, das über viele Jahre im Baubereich eingesetzt wurde. Seit Ende 1993 ist die Anwendung von Asbest in Deutschland jedoch verboten, da es Krebs und schwere Lungenerkrankungen verursachen kann. Daher werden an die Entsorgung von Asbest besondere Anforderungen gestellt. Unter anderem darf Asbest nicht mit normalem Bauschutt vermischt entsorgt werden.

Entsorgungsbetrieb kann Baustoffe nicht untersuchen

Im Entsorgungsbetrieb ist es bei Anlieferung der Baustoffe nicht möglich, zu untersuchen, ob sie tatsächlich Asbest enthalten. Daher werden folgende faserhaltigen Baustoffe am Wertstoffhof nicht angenommen:

  • Fassaden- und Balkonverkleidungen, Dacheindeckungen (Wellplatten), Abflussrohre, Lüftungsrohre, Blumenkästen, Fensterbänke, Dämm- und Feuerschutzmaterialien in Kabelschächten, Rohrisolierungen oder Spritzasbest u.a. Das gilt auch für Anhaftungen von faserhaltigen Baustoffen.

Solche Anlieferungen werden zukünftig konsequent zurückgewiesen. Für diese Abfälle kann der Entsorgungsbetrieb auch keine Container zur Verfügung stellen. Die faserhaltigen Baustoffe können in Dorsten zum Beispiel bei der Firma Humbert in Wulfen gegen Entgelt entsorgt werden: Tel. (02369) 91840.

Folgende Gegenstände werden auf dem Wertstoffhof weiterhin als Bauschutt gegen Gebühr angenommen:

  • Fliesen, Sanitärkeramik, Blumentöpfe und- kästen aus Ton oder Keramik, Ziegelsteine, Pflastersteine, Mauerwerk, Geschirr u.a.

Es gilt eine Mengenbegrenzung von maximal zwei Speisfässern.

Weitere Informationen erhalten Bürger unter Tel. (02362) 66 56 06 und 66 56 05.

Hinweis: Aufgrund der Gesundheitsrisiken, die von faserhaltigen Baustoffen ausgehen können, rät der Entsorgungsbetrieb der Stadt Dorsten dringend davon ab, Sanierungsarbeiten mit faserhaltigen Baustoffen in Eigenregie durchzuführen. Solche Arbeiten sollten auf jeden Fall einer Fachfirma anvertraut werden.

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