Die riesige Robinie am Georgplatz ist plötzlich verschwunden. Klaus Kröger und andere Anwohner sind traurig und wunderten sich über die Maßnahme. © Stefan Diebäcker
Baumfällung

Enttäuschung am Georgplatz: Über 60 Jahre alter Baum war plötzlich weg

Am Georgplatz in Dorsten ist ein sehr alter Baum gefällt worden. Anwohner wundern sich, denn vor drei Jahren war er während einer Baumaßnahme noch besonders geschützt worden.

Jedes Mal, wenn Klaus Kröger aus seinem Fenster schaute, sah er auf der anderen Seite des Georgplatzes die riesige Robinie. Doch seit letztem Freitag ist der stattliche Baum weg. Zerlegt mit einer Motorsäge. Nur der Stumpf blieb zurück. Klaus Kröger und einige Nachbarn sind enttäuscht.

Der Hardter wundert sich sogar, dass der etwa 60 Jahre alte Baum „so plötzlich“ verschwunden ist. „Vor drei Jahren, als der gesamte Platz umgebaut wurde, ist dieser Baum extra noch geschützt worden“, erinnert er sich. „Und jetzt soll er krank gewesen sein? Für mich sah der Baum kerngesund aus.“

Starker Pilzbefall am Stamm hat die Standfestigkeit der Robinie erheblich beeinträchtigt. © Stadt Dorsten © Stadt Dorsten

War er aber nicht. Am Stamm war massiver Pilzbefall zu erkennen, der dem kräftigen Baum mächtig zugesetzt hat. „Die Standsicherheit war nicht mehr gewährleistet, deshalb musste gehandelt werden. Und zwar schnell“, berichtet Stadtsprecher Christoph Winkel.

Trockenheit macht vielen Bäumen zu schaffen

Auch die zunehmende Trockenheit hat dem Baum in den letzten Jahren zu schaffen gemacht. Ein Phänomen, das die „Baumbeobachter“ der Stadt auch an anderen Stellen häufig bemerken.

Ob es am Georgplatz eine Neupflanzung gibt, ist noch nicht entschieden. Wer sich im Sommer auf der neuen Bank an der Kopfseite des Platzes niederlässt, wird aber wohl den Schatten vermissen, den die riesige Robinie stets gespendet hat.

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Redaktionsleiter in Dorsten
Veränderungen gab es immer, doch nie waren sie so gravierend. Und nie so spannend. Die Digitalisierung ist für mich auch eine Chance. Meine journalistischen Grundsätze gelten weiterhin, mein Bauchgefühl bleibt wichtig, aber ich weiß nun, ob es mich nicht trügt. Das sagen mir Datenanalysten. Ich berichte also über das, was Menschen wirklich bewegt.
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Stefan Diebäcker

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