Erschließung für neuen Industriepark kostet sieben Millionen Euro

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In Dorsten soll ein großer Industriepark auf einem ehemaligen Zechengelände entstehen. Die Kosten für die Erschließung dürfte zum großen Teil der Bergbau übernehmen.

Dorsten

, 20.08.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Erschließung des geplanten Industrieparks Große Heide in Wulfen auf dem Gelände der ehemaligen Schachtanlage Wulfen kostet eine Menge Geld: Auf rund sieben Millionen Euro dürften sich die Kosten nach Angaben der Stadt belaufen.

Mit dieser Summe wird eine 450 Meter lange neue Stichstraße samt Wendehammer gebaut, hinzu kommen neue Abbiegespuren im Kreuzungsbereich der B 58 (Dülmener Straße) samt Verbreiterung der dortigen Fahrbahnen.

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Parallel zur B 58 wird ein Geh- und Radweg gebaut, der gleichzeitig die Rohrleitung für die Abwässer aufnimmt. Hinzu kommen ein Regenrückhaltebecken und weitere Entwässerungsanlagen.

Thema im Bauausschuss

Die Stadt möchte den Ausbau dieser Erschließungsanlagen für den Industriepark an den die RAG Montan Immobilien übertragen. Mit diesem Beschluss und dem dafür nötigen städtebaulichen Vertrag wird sich die Politik bei der nächsten Sitzung des Dorstener Bauausschusses am Mittwoch (26. August) im großen Sitzungssaal des Rathauses befassen.

Die Erschließungsanlagen (gelb) im Bebauungsplanentwurf.

Die Erschließungsanlagen (gelb) im Bebauungsplanentwurf. © Stadt Dorsten

Der Umwelt- und Planungsausschuss der Stadt hatte im Mai den Beschluss zur öffentlichen Auslegung des Entwurfs zum Bebauungsplan gefasst. Die Verwaltung geht davon aus, dass das Planverfahren noch in diesem Jahr abgeschlossen werden kann.

Finanzielle Mittel fehlen

Der Erlass des Bebauungsplanes verpflichtet die Stadt nicht, die Erschließungsanlagen auch tatsächlich auszubauen. „Zudem fehlen ihr hierfür die finanziellen Mittel“, heißt es in dem Beschlussvorschlag. Um die Erschließung der Bauflächen dennoch zu ermöglichen, soll, wie in anderen Neubaugebieten inzwischen üblich, auch hier die Erschließung auf einen Erschließungsträger übertragen werden.

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Die RAG Montan Immobilien GmbH hat die Verwertung der Flächen für die Ruhrkohle AG, die Kooperationspartner beim Industriepark Große Heide ist, übernommen: „Die Gesellschaft hat bereits die Erschließung

des ehemaligen Zechenareals in Hervest zur Zufriedenheit der Verwaltung durchgeführt“, so die Stadt.

Unterschriftsreifer Vertrag

Ein entsprechender Vertrag sei inzwischen unterschriftsreif ausgehandelt. Aufgrund des zwischen der Stadt Dorsten und der RAG Montan Immobilien GmbH im Juli 2018 abgeschlossenen Vertrages zur Entwicklung des Energie- und Logistikparks hatte sich die Stadt bereits vorher verpflichtet, sich mit 50 Prozent an den Kosten der Entwässerung, maximal jedoch rund 1,1 Millionen, zu beteiligen. Den Rest übernimmt der Bergbau.

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