Erster Hinweis: Stahlplatte aus seltenem Materialmix

Tödlicher Unfall auf der A31

Das Verkehrskommissariat der Autobahnpolizei Münster ist bei seinen Ermittlungen nach dem Verursacher des tödlichen Unfalls am Samstagmorgen auf der Autobahn 31 ein Stück weit weitergekommen. Demnach besteht die Stahlplatte, die den 21-jährigen Autofahrer auf der A31 getötet hat, aus einem selten Material-Mix.

Dorsten

, 02.08.2016, 17:01 Uhr / Lesedauer: 1 min
Erster Hinweis: Stahlplatte aus seltenem Materialmix

«Es gab null Chance, zu reagieren», so ein Polizeisprecher. Ein 21-jähriger Autofahrer wurde auf der A31 von einer umherfliegenden Stahlplatte getötet. Foto: Bludau

Wie ein Sprecher des Kommissariates auf Anfrage unserer Zeitung sagte, handele es sich um eine Stahlplatte mit Zinklegierung. „Wir haben die Hoffnung, dass wir auch den Abnehmer dieser Scheibe identifizieren können, da dieses Endprodukt maschinell hergestellt worden ist. Anhand der Maschinenprogramme sind Rückschlüsse auf den Kunden möglich."

Fahrtrichtung des Verursachers?

Die Autobahnpolizei Münster sagte außerdem, dass entgegen erster Ankündigungen das Fahrzeug, das die Scheibe verloren hat, nicht nur in Fahrtrichtung Emden, sondern auch in Fahrtrichtung Oberhausen unterwegs gewesen sein könne: „Wir ermitteln in alle Richtungen. Die Scheibe, die den Fahrer tödlich getroffen hat, ist auf der Route Richtung Oberhausen gefunden worden. Eine weitere aber auf der Fahrbahn, die in Richtung Emden führt.“ Dort sei ein anderer Autofahrer über die Platte gefahren, habe sie eingesammelt und der Polizei als Beweisstück übergeben. "Fälschlicherweise haben Zeugen angenommen, dass dieser Mann der Unfallverursacher war. Er ist es aber nicht gewesen", betonte der Ermittler.

Unterlegscheibe für Wohnwagenstützen

Denkbar ist für das Verkehrskommissariat auch, dass die Scheibe als Unterlegscheibe für Wohnwagenstützen genutzt worden ist. „Wenn diese unzureichend gesichert waren und sich während der Fahrt gelöst haben, käme auch diese Theorie einiger Hinweisgeber als Anhaltspunkt in Frage.“ Die Puzzlearbeit der Ermittler geht weiter – „wir haben die Hoffnung, dass sich weitere Zeugen melden“. 

Polizei sucht Zeugen
Hinweise an die Autobahnpolizei Münster bitte unter Tel. (0251) 275-0

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