Evangelische Gnadenkirche nimmt katholische Frauen auf

Kein Platz im Matthäusheim

Die Katholische Frauengemeinschaft (KFD) St. Matthäus hat eine neue Bleibe gefunden. Ab Januar 2017 wird sie sich in der Evangelischen Gnadenkirche "Im Winkel 1" treffen können. "Dort können wir den größten Teil unserer Veranstaltungen stattfinden lassen", sagte Elke Stein-Hecky, Mitglied der KFD, auf Anfrage. Allerdings sei die Karnevalsveranstaltung gefährdet, da es keine Lokalität dafür gebe.

Wulfen

, 20.06.2016, 15:10 Uhr / Lesedauer: 2 min
Evangelische Gnadenkirche nimmt katholische Frauen auf

Die Familienbildungsstätte zieht für zwei Jahre ins Pfarrheim St. Matthäus an der Dülmener Straße ein. Dafür müssen Gruppierungen aus der Pfarrei ausweichen.

Dafür deute sich für die Chöre der Katholischen Pfarrgemeinde eine Lösung an: "Wir sind mit der Raoul-Wallenberg-Schule am Wittenbrink im Gespräch", erklärte Pfarrer Martin Peters gestern. Die ganze Pfarrgemeinde ist wegen der künftigen zweijährigen Nutzung ihres Pfarrheims an der Dülmener Straße 31 durch die Katholische Familienbildungsstätte (FBS) in Bewegung geraten.

Die kirchlichen Gruppierungen müssen das Feld räumen, weil die FBS die meisten Räume in Wulfen für sich beansprucht. Bekanntermaßen baut die Familienbildungsstätte an der Marler Straße neu und wird dort 2018 ihre Angebote für Dorsten und Marl bündeln. "Michael Oetterer, Chef der Familienbildungsstätte, hat mit allen kirchlichen Gruppen gesprochen und versucht, die im Matthäusheim ansässigen Gruppen möglichst zu integrieren, weil nicht alle in der FBS angesiedelten Teams auch nach Wulfen umziehen wollen. Für Kirchenchor, Männergesangsverein oder die Tanzgruppe hat Herr Oetterer aber wohl keine Möglichkeit gesehen, sie aufzunehmen, weil sie sich störend zum Beispiel bei Yogakursen auswirken könnten", so Elke Stein-Hecky.

Ortsnahe Unterbringung

Diese Gruppen sollen nun aber ortsnah untergebracht werden. "Wir werden noch in dieser Woche eine Begehung in der Raoul-Wallenberg-Schule vornehmen und schauen, ob die Räume für die Musikgruppen in Frage kommen können", sagte Pfarrer Martin Peters.

Wer noch Klärungsbedarf habe oder geeignete Räumlichkeiten für seine Leute suche, solle sich an den Pfarreirat beziehungsweise an ihn selbst wenden, so Peters weiter: "Das Bistum zahlt ja die Miete für Ersatzräume. Allerdings müssten wir dann auch wissen, wer noch keine alternative Unterbringung gefunden hat", sagte Peters. Die Stimmung in der Gemeinde hält der Pfarrer nach anfänglichen atmosphärischen Störungen jetzt für gut: "Manches wird anders sein, wenn die FBS hier mit ihrer Arbeit beginnt. Aber wir sind auf einem guten Weg."

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Wenn die Familienbildungsstätte nach zweijähriger Bauzeit das Matthäusheim wieder verlässt und in die Feldmark übersiedelt, ist denkbar, dass die Gemeinde anstelle des alten Pfarrheims oder an einem anderen Standort einen Ersatzbau bekommen wird. Das Bistum Münster habe in Aussicht gestellt, dass es die Gemeinde "bei der Sanierung des Hauses beziehungsweise bei einem Ersatzbau in der Nähe oder unter Einbeziehung der Pfarrkirche so großzügig wie möglich unterstützen wird", schrieb Pfarrer Martin Peters Ende April im Pfarrbrief Nummer 17.

Anfrage beim Bistum

Bei einer Anfrage am Montag in der Pressestelle des Bistums Münster antwortete Michaela Kiepe nach Rückfragen mit der Abteilung Kirchengemeinde Fachbereich Bauen im Bischöflichen Generalvikariat so: "Für die kommenden maximal zwei Jahre wird das Matthäusheim von der Familienbildungsstätte genutzt. Was anschließend mit dem in die Jahre gekommenen Pfarrheim passieren wird, ist noch nicht klar. Es gibt noch keinen Beschluss des Kirchenvorstands über die weitere Verwendung."

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