Expertenteam untersucht Brücke an der Südheide

Filigran und mutig

Die Maiberger Allee musste für Untersuchungen einer Brücke an der Südheide gesperrt werden. Experten untersuchten Mittwoch das Bauwerk auf seinen Zustand hin.

WULFEN-BARKENBERG

von Von Rüdiger Eggert

, 25.05.2011, 17:19 Uhr / Lesedauer: 1 min
Horst Heindel (r.) und Matthias Witzel untersuchen die Spannbetonbrücke an der Südheide in Barkenberg.

Horst Heindel (r.) und Matthias Witzel untersuchen die Spannbetonbrücke an der Südheide in Barkenberg.

In Zeiten leerer Kassen wurde laut Matthias Witzel nicht viel in die Erhaltung von Spannbetonbauwerke investiert. Neben Brücken, wie die in Barkenberg, sind Kläranlagen und Parkhäuser, alle vor rund 40 Jahren entstanden, Objekte seiner Untersuchungen. „Ich lebe von Salz und Wasser“, sagt der Diplom-Ingenieur fast scherzhaft. Gerade bei Fußgängerbrücken hat er die Erfahrung gemacht, dass Salz das Eisen im Beton zerfrisst. „Auf Fußgängerbrücken wird im Winter immer intensiver gestreut“, sagt Witzel. Ein Beispiel, dass Beton ein haltbarer Baustoff ist, hat der Fachmann auch gleich parat: „Das Pantheon in Rom wurde auch aus Beton gebaut und ist fast 2000 Jahre alt“, sagt Matthias Witzel. „Aber ohne Eisen“, ergänzt Horst Heindel. Auf das Urteil der beiden hört nicht nur die Stadt Dorsten. Bei Untersuchungen auf der Bonner Hardthöhe wurden etliche Mängel festgestellt, das Verteidigungsministerium lässt das Gebäude erst einmal abstützten.

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