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"Factory": Ab 22 Uhr nur Einlass für alle über 18

Regelung mit Seltenheitswert

Die "Factory" auf dem ehemaligen Hervester Zechengelände Fürst Leopold lässt ab 22 Uhr nur noch Gäste 18 + rein. Begründung: Zu dieser Zeit ist der Restaurantbetrieb quasi eingestellt, sodass sich der Schwerpunkt des Services im Sinne einer (Cocktail-)Bar verlagert.

Hervest

, 02.09.2015 / Lesedauer: 2 min
"Factory": Ab 22 Uhr nur Einlass für alle über 18

Die "Factory" lässt ab 22 Uhr nur noch Gäste ab 18 Jahren hinein.

Doch der Reihe nach: Noch eine Kleinigkeit essen gehen – danach stand Udo Verholt der Sinn, als er am vergangenen Samstagabend (29.8.) mit seinem 15-jährigen Sohn und dessen beiden minderjährigen Freunden gegen 21.30 Uhr die „Factory“ betrat.

„Da haben wir schön öfter gegessen, und außerdem liegt das Lokal direkt vor unserer Haustür“, erzählt der Hervester. Auch sein sportbegeisterter Sohn hätte dort schon mehrmals mit Freunden Fußball-Übertragungen auf der Groß-Leinwand angesehen. Umso erstaunter waren die hungrigen Besucher über die zurückhaltende Begrüßung: „Die drei Jugendlichen wurden erst einmal nach ihren Ausweisen gefragt, da man an Jugendliche unter 16 Jahren keinen Alkohol ausschenke. Da spiele auch die Begleitung von Erziehungsberechtigten keine Rolle“, berichtet Udo Verholt. 

Spezielles Konzept

Sein Einwand, man beabsichtige lediglich, etwas zu essen und alkoholfreie Getränke zu trinken, konnte die Bedienung nicht überzeugen. Auf unsere Anfrage bei „Factory“ bestätigte Theo Peters das spezielle gastronomische Konzept, das die „Factory“ verfolgt: „Das sieht vor, ab 22 Uhr nur noch Gäste, die 18 + sind, zu bewirten.“ Zu dieser Zeit sei der Restaurantbetrieb quasi eingestellt, sodass sich der Schwerpunkt des Services im Sinne einer (Cocktail-)Bar verlagere.

Eine spezielle Regelung, die in Dorsten Seltenheitswert besitzen dürfte: „Wir fragen auch nach den Ausweisen, wenn wir Zweifel an der Volljährigkeit haben“, hält sich Visar Peci, Geschäftsführer vom Café Extrablatt am Markt 13, ebenfalls an die gesetzlichen Regelungen im Sinne des Jugendschutzes. Bislang habe es aber noch niemals Veranlassung gegeben, sich in einen gemütlichen Familienabend einmischen zu müssen. Übrigens: Udo Verholt und die Jugendlichen mussten am Samstag nicht mit knurrendem Magen ins Bett gehen: „Glücklicherweise gibt es ja noch weitere Restaurants auf Leopold. Da hatten wir keinerlei Probleme, noch ordentlich speisen zu können.“ 

Auszüge aus dem Jugendschutzgesetz: Der Aufenthalt in Gaststätten darf Kindern und Jugendlichen unter 16 Jahren nur gestattet werden, wenn eine personensorgeberechtigte oder erziehungsbeauftragte Person sie begleitet oder wenn sie zwischen 5 und 23 Uhr eine Mahlzeit oder ein Getränk einnehmen. Jugendlichen ab 16 Jahren darf der Aufenthalt in Gaststätten ohne Begleitung einer personensorgeberechtigten oder erziehungsbeauftragten Person von 24 bis 5 Uhr morgens nicht gestattet werden. Der Aufenthalt in Gaststätten, die als Nachtbar oder -club geführt werden, und in vergleichbaren Vergnügungsbetrieben wird Kindern und Jugendlichen nicht gestattet.

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