Familienunterstützender Dienst

WULFEN Der Familienunterstützende Dienst (FUD) der AWO ist in dieser Woche mit seinem Angebot im Gemeinschaftshaus gestartet.

von Von Holger Steffe

, 25.05.2008, 15:49 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Leiterin des Familienunterstütztenden Dienstes, Heike Marker.

Die Leiterin des Familienunterstütztenden Dienstes, Heike Marker.

Familien zu entlasten, in denen Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene mit Behinderungen leben, ist Aufgabe des FUD. Seit Jahren in Herten in diesem Bereich der ambulanten Behindertenhilfe aktiv will die AWO mit ihrer Kompetenz Begleit-, Beratungs- und Freizeitangebote für Menschen mit Behinderungen auch im Raum Dorsten vorhalten. Schon seit langem nehmen Familien aus Dorsten, Wulfen, Lembeck und Schermbeck an Freizeitgruppen, Ferienfreizeiten oder Einzelbetreuungen in Herten teil.

Entlastung steht im Vordergrund

Weil die Entlastung der betroffenen Familien im Vordergrund steht, hat die AWo auf diesen, wie sie meint, unzumutbaren Zustand reagiert und eröffnet jetzt einen FUD im Gemeinschaftshaus. Neben Dorsten ist FUD uch zuständig für die Städte Haltern, Marl und Borken.Am 19. Mai starteten zwei Gruppenangebote. Kinder im Alter zwischen 6 und 12 Jahren werden gezielt durch die Spiel- und Spaßgruppe angesprochen. Hier können spielerisch die eigenen Möglichkeiten und Grenzen erfahren werden, was nicht nur Spaß macht, sondern auch die Entwicklung und Selbstständigkeit fördert. Aktivitäten und Entspannung wechseln sich ab.

Treffen mit Gleichaltrigen in der Gruppe

In der Jugendgruppe mit Jugendlichen zwischen 13 und dem jungen Erwachsenenalter steht im Vordergrund die Möglichkeit, sich mit Gleichaltrigen zu treffen, Spaß zu haben, sich auszutauschen und die eigenen Bedürfnisse formulieren zu lernen. Das fördert Selbstbewusstsein und Eigenständigkeit und stellt einen wichtigen Beitrag zu einer möglichst normalen Entwicklung von Jugendlichen dar. „Wir haben Umfragen bei betroffenen Familien in Schermbeck, Lembeck und Wulfen gemacht und das Bedarfsangebot auf die Wünsche der Betroffenen zugeschnitten“, sagt Heike Marker, Leiterin des FUD. Die hauptamtlichen Mitarbeiterinnen des FUD unterstützen darüber hinaus die Familien bei Behördenangelegenheiten, helfen in konflikthaften oder schwierigen Situationen mit dem beeinträchtigten Menschen und stehen für alle behinderungsspezifischen Fragen zur Verfügung.

 

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