Flüchtlingsbetreuung ist Gemeinschaftsaufgabe

In Lembeck und Rhade

Die Menschen in Lembeck und Rhade rücken zusammen, denn sie haben ein gemeinsames Interesse entdeckt: die enge Betreuung von 100 Flüchtlingen, die ab kommender Woche im ehemaligen Michaelsstift an der Rhader Straße in Lembeck untergebracht werden.

Lembeck/Rhade

, 11.01.2016, 16:15 Uhr / Lesedauer: 1 min
Flüchtlingsbetreuung ist Gemeinschaftsaufgabe

Im Michaelisstift können bis zu 100 Flüchtlinge untergebracht werden.

Von dort aus sollen diese Menschen dann in Wohnungen in den beiden nördlichen Stadtteilen übersiedeln. „Wir hatten ein sehr konstruktives Vorgespräch mit drei gut vernetzten Rhadern und freuen uns nun auf unseren gemeinsamen Informationsabend am Montag, 25. Januar, 19.30 Uhr, in der St.-Urbanus-Kirche (Urbanusring 19) in Rhade. Dabei sein werden auch Vertreter der Stadt und der Pfarrei“, sagt Ursula Küsters vom Lembecker Organisten-Team.

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Ziel sei es, dass aus der Flüchtlingshilfe Lembeck „eine Flüchtlingshilfe Lembeck-Rhade“ wird. Die „Organisten“ in Lembeck, 25 an der Zahl, sind ein seit einem Jahr in Flüchtlingsfragen erprobtes und erfahrenes Lembecker Bürger-Team, das seine Erfahrungen an die Menschen in Rhade weitergeben möchte. Denn die 100 Flüchtlinge in der städtischen Unterkunft Michaelisstift werden den beiden Ortsteilen mit hoher Wahrscheinlichkeit auf Dauer erhalten bleiben. „Integration ist unser gemeinsames Ziel“, meint Küsters.

Gute Beispiele

Sie nennt dazu beispielhaft: „In Lembeck hat eine syrische Familie mit fünf Kindern an der Feuerwache eine Wohnung bezogen, in Rhade sind Flüchtlinge am Stuvenberg heimisch geworden.“ Viele alteingesessene Bürger sorgten dafür, dass diese Menschen hier heimisch werden. „Wir begleiten zum Beispiel bei Arztbesuchen, oder stielen die Kontoeröffnung bei den Banken mit ein. Letztens haben wir noch das Kind einer Familie auf dem Weg zur Grundschule begleitet“, zählt Küsters auf.  Einige der Aufgaben, die den Integrationslotsen zukommen.

So wird die Veranstaltung am Montag (25.1.) in Rhade auch dazu dienen, weitere Integrationslotsen für die zahlreichen alltäglichen Kümmernisse zu gewinnen. „Wir Lembecker Organisten wollen an diesem Abend unser Netzwerk vorstellen, das sich sehr bewährt hat“, sagt Ulla Küsters. So kommunizieren die Ehrenamtlichen regelmäßig über „WhatsApp“, damit individuelle Flüchtlingshilfe gewährleistet werden kann. Ganz unvorbereitet trifft die Rhader der Flüchtlingseinsatz aber nicht: „Einige von ihnen haben schon in der Lembecker Kleiderkammer ausgeholfen oder Flüchtlinge in der Freizeit begleitet.“

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