Flüchtlingskinder müssen zur Schule

Schulpflicht für alle

Flüchtlingskinder müssen die Schule besuchen. Die Schulpflicht gilt auch für sie. So werden nach den Sommerferien an der Dietrich-Bonhoeffer-Hauptschule in Holsterhausen 40 Kinder von Zuwanderern in zwei Klassen zunächst separat beschult, weil sie zunächst Deutsch lernen.

Dorsten

, 03.08.2015, 16:46 Uhr / Lesedauer: 1 min
in Flüchtlingskind aus Syrien bei den Hausaufgaben: Die Flüchtlingskinder haben es in ihrer neuen Umgebung nicht leicht. 40 von ihnenlernen an der Dietrich-Bonhoeffer-Schule erst einmal Deutsch.

in Flüchtlingskind aus Syrien bei den Hausaufgaben: Die Flüchtlingskinder haben es in ihrer neuen Umgebung nicht leicht. 40 von ihnenlernen an der Dietrich-Bonhoeffer-Schule erst einmal Deutsch.

Glücklicherweise kann Direktor Peter Washausen auf Integrationslehrerin Anika Wüstenberg zurückgreifen. Sie ist seit Frühjahr 2015 an der Hauptschule beschäftigt und kümmert sich mit großem Engagement um die Neuzugänge aus aller Herren Länder. Frustrierend für die Lehrkraft sei aber, so Washausen, wenn Schüler nach kurzer Zeit wieder die Heimreise in ihre Ursprungsländer antreten müssen, weil der Asylantrag der Familie abgelehnt worden ist oder die Familien aus so genannten sicheren Herkunftsstaaten kommen.

 

  Dennoch: "Die Arbeit mit den Kindern macht viel Freude. Sie sind sehr oft sehr lernfreudig und begierig, möglichst schnell Deutsch zu lernen", erzählt Washausen. Er verweist dabei auf das Beispiel zweier ägyptischer Schwestern, wobei die Ältere gute Aussichten hat, demnächst das Gymnasium zu besuchen. Fleißig lernen aber zudem auch die Kinder aus Syrien. 

Neben der  Bonhoeffer-Hauptschule wird auch die Geschwister-Scholl-Hauptschule am Nonnenkamp auf der Hardt ihren Beitrag zur Integration der Neuzugänge leisten. Die Familien in den Notunterkünften für knapp 200 Menschen an der Crawleystraße und an der Bochumer Straße schicken ihre Kinder auf Vermittlung der Caritas-Flüchtlingsberatung dorthin. 

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