Förder-Projekt an Schulen zieht weite Kreise

Viele Interessenten

DORSTEN Individuelle Förderung von Begabung hat sich das St. Ursula-Gymnasium schon lange auf die Segel geschrieben. Und da die Pelz-Anfelder-Stiftung denselben Kurs steuert, möchten beide jetzt für das aktuelle Forder-Förder-Projekt (FFP) in Kooperation mit dem Landeskompetenzzentrum für individuelle Förderung in Münster noch weitere Mitstreiter ins Boot holen.

von Von Anke Klapsing-Reich

, 01.12.2009, 18:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Sitzen für die indiviiduelle Förderung an einem Tisch: Schulleiter des St.Ursula-Gymnasiums Alfons Dorenkamp, Elisabeth Schulte-Huxel, Manfred Loick (Pelz-Anfelder-Stiftung und Carmen Rüter.

Sitzen für die indiviiduelle Förderung an einem Tisch: Schulleiter des St.Ursula-Gymnasiums Alfons Dorenkamp, Elisabeth Schulte-Huxel, Manfred Loick (Pelz-Anfelder-Stiftung und Carmen Rüter.

Dass die Ursulinen bei diesem Anliegen die Pionierrolle übernehmen, hat sicherlich mit Lehrerin Carmen Rüter selbst zu tun, hat sie doch als eine der ersten Absolventinnen des Ausbildungsgangs „Specialist in Gifted Education“, der an der Westfälischen-Wilhelm-Universität Münster mit einem ECHA-Diplom abschließt, an ihrer Schule schon Förderprojekte wie den Kreativtag, die Ferienakademie und das Experten-Projekt ins Leben gerufen. Am Dienstagabend wurden die Eltern der Ursulinen-Sechstklässler über das Forder-Förder-Projekt informiert, das im kommenden Halbjahr wieder für die Dauer von sechs Monaten startet. „Wir wählen nach Rücksprache mit Eltern und den betreffenden Kindern maximal zwölf Teilnehmer aus, die wöchentlich je zwei Stunden über interessengeleitete Themen eine Expertenarbeit schreiben, die sie bei einer abschließenden Präsentation selber vorstellen“, erklärt Elisabeth Schulte Huxel, die mit Sandra Determann die Leitung des FFP übernommen hat.

Jugend im Nationalsozialismus, Architektur in Dorsten, den FC-Bayern-München, Dinosaurier, Island-Ponys oder Vulkane – die Themen der Experten-Arbeiten sind so breit gefächert wie die Talente der Verfasser selbst. „Es erfordert schon ein bestimmtes Persönlichkeitsprofil und eine vorbildliche Arbeitshaltung, um diese Aufgabe zusätzlich zum normalen Aufwand des Schulalltages zu bewältigen“, freut sich Schulleiter Alfons Dorenkamp über die Motivation seiner Schülerinnen und Schüler, die in Lerntagebüchern diszipliniert ihre Arbeitsziele festhalten und überprüfen. Für die Kultur einer Schule sei es wichtig Begabungen zu fördern, aber auch diejenigen zu unterstützen, die zusätzlichen Lehrbedarf benötigten: „Wir sind auf dem Weg!“ Manfred Loick begrüßt die schulischen Angebote: „Die Schule kann den Förderbedarf der geeigneten Schüler viel besser erkennen, als wir“, befürwortet er die enge Verzahnung. So könne mancher Euro weitaus sinnvoller angelegt werden: „Ich hoffe, dass das Forder-Förder-Programm in vielen Dorstener Schulen seine Früchte trägt.“

Lesen Sie jetzt