Frau stürzte im Bus: Zeugen gesucht

Linie 274

Eine 20-Jährige, die am 21.12. 2010 in der Buslinie 274 stürzte und sich dabei einen Riss am Innenband des Knies zuzog, sucht jetzt dringend Zeugen für den Vorfall. Der Busfahrer bestreitet nämlich, dass die junge Frau im Bus gestürzt ist.

DORSTEN

von Von Michael Klein

, 09.12.2011, 17:35 Uhr / Lesedauer: 1 min
Laura Hein an der Bushaltestelle "Haddings Berg". Die Krücken musste sie  nach dem Unfall drei Monate lang tragen.

Laura Hein an der Bushaltestelle "Haddings Berg". Die Krücken musste sie nach dem Unfall drei Monate lang tragen.

Die Schülerin erzählt, dass ein Fahrgast per Handy den Rettungsdienst anrief, eine halbe Stunde später habe sie ein Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht. Über ihren Anwalt strengte die Hervester Familie Hein einen Schadensersatzprozess an, weil sie der Auffassung ist, dass der Unfall durch Maßnahmen wie rutschfeste Matten hätte vermieden werden können. „Anfangs fühlte sich keiner verantwortlich“, sagt Bodo Hein, der Vater der Schülerin. „Das Busunternehmen sagte, die Vestische sei zuständig und andersrum.“

Inzwischen ist aber für den 9. Februar eine Verhandlung vor dem Essener Landgericht terminiert. Und dafür hat die Vestische ein Schreiben des Busfahrers präsentiert, „das ich echt nicht glauben konnte“, wie Laura Hein sagt. Denn der Busfahrer erklärt darin, dass die Schülerin draußen vor dem Bus ausgerutscht und von ihm selbst in den Bus getragen worden sei. Dabei habe, so Laura Hein, der Busfahrer ihre Schwester eine halbe Stunde später im Bus aufgefordert, vorsichtig zu sein, weil dort bereits ein Mädchen gestürzt sei. „Das widerspricht sich doch“, so die 20-Jährige. Sie hofft nun darauf, dass sich einer der sechs Fahrgäste, die sich zum Zeitpunkt des Geschehens im Fahrzeug befanden, bei ihr meldet (Tel. 60 67 15).

Lesen Sie jetzt