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Freier Blick von der Deponie auf die Landschaft

Neue touristische Landmarke

Die Firmenchefs Hansgünter und Bernhard Nottenkämper sowie der Geschäftsführer Thomas Eckerth von der Firma Nottenkämper wollen die Deponie "Mühlenberg" erhöhen und gleichzeitig eine touristisch bedeutsame Landmarke schaffen.

Schermbeck

, 31.03.2017 / Lesedauer: 3 min
Freier Blick von der Deponie auf die Landschaft

Mitglieder der CDU aus Hünxe und Schermbeck informierten sich am Donnerstag über die bislang öffentlich nicht bekannten Planungen zur Schaffung einer Landmarke auf der Nottenkämper-Deponie „Mühlenberg“. Ein beeindruckender Rundblick war bei guten Witterungsverhältnissen möglich. Im Osten (Hintergrund) konnte man das Kraftwerk Scholven deutlich erkennen.

Diese Planungen standen am Donnerstag im Mittelpunkt eines Treffens von Mitarbeitern der Firma Nottenkämper und CDU-Mitgliedern der Gemeinden Hünxe und Schermbeck.

Naturpark Hohe Mark-Westmünsterland

Die Idee für das Projekt entstand bei einem Besuch von Mitgliedern des Fördervereins des Naturparks Hohe Mark-Westmünsterland, deren Geschäftsführerin Dagmar Beckmann am Donnerstag ebenfalls zum Treffen an der Deponie kam, um für die geplante Landmarke "Mühlenberg" zu werben. "Das Projekt ist uns sehr lieb", versicherte Beckmann, weil es zu den Aufgabenstellungen des Naturparks passe und weil es angebunden werden könne an den geplanten Hohe-Mark-Steig, der von Wesel nach Olfen führen soll. Die Landmarke im Grenzbereich zwischen der Industrieregion im Süden und dem ländlichen Bereich im Norden bedeute eine touristische Bereicherung des Naturparks.

Bis 2023 abgeschlossen

Die Deponie "Mühlenberg" muss laut Genehmigungsunterlagen bis 2023 inklusive der Rekultivierung abgeschlossen sein. Schon jetzt ist mit der Bepflanzung der Flanken des Mühlenbergs begonnen worden. Vier Hektar wurden bereits aufgeforstet mit 22.000 Pflanzen, wovon 17.000 Eichen und Buchen dafür sorgen sollen, dass die ursprünglich in dieser Region vorhandene Vegetation wieder entstehen kann. "Diese Bäume werden eine Höhe von 25 bis 30 Metern erreichen", berichtete Thomas Eckerth.

Zwar werden die Bäume an den Flanken nicht bis zur Kuppe gepflanzt, aber dennoch würden die Spitzen der irgendwann ausgewachsenen Bäume so hochragen, dass ein freier Blick von der Kuppe aus nicht mehr möglich wäre. So entstand die Idee, den höchsten Bereich des Mühlenbergs um etwa 15 Meter zu erhöhen, sodass dauerhaft ein freier Blick auf die umgebenden Landschaften möglich bleibt. Die aufzuschüttende Fläche beträgt etwa sechs Hektar.

Win-Win-Situation

Die Firma Nottenkämper könnte weitere 60.0000 Kubikmeter Aschen, Schlacken, Böden und Bauschutt ablagern. So ergibt sich eine Win-Win-Situation für die Firma und für den Tourismus der Region. "Wir wollen auf keinen Fall ein Bauwerk errichten", stellte Thomas Eckerth fest, als aus der Versammlung die Anregung kam, auf einen Großteil der geplanten Erhöhung durch eine Aufschüttung zu verzichten und den freien Ausblick durch eine Art Turm zu ermöglichen. Ein Bauwerk bringe permanente Maßnahmen der Verkehrssicherungspflicht mit sich, die die Firma nicht übernehmen wolle.

Ein einziger Fußweg

Die vom Moerser Ingenieur- und Planungsbüro Lange GbR erstellten Pläne sehen einen Aufgang über einen einzigen Fußweg vor, der an den Angelteichen beginnen und sich dann auf der Heisterkämper Seite am Mühlenberg-Hang hochwinden soll. Detailfragen, wie die Schaffung von Parkplätzen, wurden bislang nicht geklärt. Man befinde sich, so Eckerth, noch in der internen Planungsphase. Man werde aber im Rahmen des konkreten Antrages, der im Mai gestellt werden soll, die Anregungen aus der Bürgerschaft angemessen berücksichtigen.

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