Freies Internet für alle in Dorstens Altstadt

Hotspots von Unitymedia

Mal eben auf dem Handy schauen, was es Neues auf der Homepage der Dorstener Zeitung gibt. Kurz eine Nachricht beantworten, die über Facebook gekommen ist. Das ist für viele Menschen längst Gewohnheit. Jetzt ist das in der Altstadt kostenlos möglich.

DORSTEN

, 21.12.2015, 14:26 Uhr / Lesedauer: 1 min

Kabelnetzbetreiber Unitymedia hat in der Innenstadt vorerst sechs sogenannte öffentliche Hotspots eingerichtet. Und das sehr bewusst, wie Reinhard Winter am Montag bestätigte. "Entscheidend für uns sind Kundenfrequenz und Demografie", sagte er im Beisein von Bürgermeister Tobias Stockhoff und Vertretern der Interessengemeinschaft Altstadt (DIA). Da hatte Dorsten neben etwa 60 weiteren NRW-Städten ab einer Größe von 50.000 Einwohnern gute Karten.

Sechs Hotspots in der Fußgängerzone

Die sechs Hotspot befinden sich an oder nahe der Fußgängerzone - dort, wo im Tagesverlauf viele Menschen unterwegs sind. In einem Korridor von etwa 80 Metern vom jeweiligen Hotspot können mehrere Hundert Nutzer gleichzeitig ins mobile Internet "Pro Nutzer stehen pro Tag 100 Megabyte (MB) Datenkapazität zur Verfügung", so Winter. Die Geschwindigkeit soll bei etwa 10 Mbit pro Sekunde liegen. Das reicht laut Unitymedia, um flott im Internet zu surfen oder das ein oder andere Bilder zu laden.

Einmalig müssen sich die Nutzer bei Unitymedia mit ihrer Handynummer registrieren. Sie bekommen dann eine SMS mit einem Buchstaben- und Zahlencode. Den benötigt man zum Einloggen, beim nächsten Mal findet das Handy "unitymedia public" selbstständig. Nicht nur in Dorsten übrigens, sondern "in jeder Stadt, die wir ausgerüstet haben", so Reinhard Winter.

Die DIA-Vorstandsmitglieder Manfred Hürland und Stefanie Dornhege sind begeistert. "Das erhöht die Aufenthaltsqualität und die Verweildauer in der Altstadt", sagen sie. Angst, dass die Handy-Besitzer mehr auf ihr Display als auf die Schaufenster-Auslagen blicken, haben sie nicht. Dass der ein oder andere vielleicht noch schnell im Internet die Preise vergleicht, bevor er ein Geschäft ansteuert, sei indes nicht zu verhindern. "Wir sind kein Dorf der Seligen mehr", so Hürland.

Auch das Rathaus hat einen Hotspot

Bürgermeister Tobias Stockhoff begrüßt das Angebot ebenfalls. Vor drei Monaten hat Unitymedia bereits einen Hotspot im Rathaus eingerichtet. Das freut auch die Kunden des Bürgerbüros. Die können sich seitdem manch lästige Wartezeit mit einem kurzen Blick ins Internet verkürzen. 

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