Fünf Wochen im Haus von Eva Pankok

06.07.2007, 17:56 Uhr / Lesedauer: 2 min

Dorsten Frankreich, weltweit immer noch das beliebteste Reiseland, hat schon Generationen von Literaten, Poeten, Musiker und Touristen inspiriert. Auch Karin Erkens, Dorstener Autorin, ist dem französischen Zauber erlegen.

Besonders die Südprovence hat es der 69-Jährigen angetan, seit sie dort fünf Wochen das Haus von Eva Pankok, Tochter des Weseler Künstlers Otto Pankok, hüten durfte. Ihre Eindrücke hat Karin Erkens in Form eines Tagebuchs niedergeschrieben, an eine Veröffentlichung dachte die gebürtige Neumünsteranerin dabei nicht.

Sprachbarriere

Doch wie so oft kam alles anders: Beim Studieren einer Zeitschrift stieß Erkens auf eine Anzeige des Fischer-Verlags. «Schreiben Sie gerne?», stand da, und «Schicken Sie uns Ihre Geschichten». Die Hobby-Autorin fackelte nicht lange und reichte ihre Aufzeichnungen aus der Provence gleich ein, «mehr aus Versehen», wie sie sagt. «Der Verlag war begeistert», schwärmt Karin Erkens von der Reaktion der Lektoren. «Da war ich mittendrin und konnte nicht mehr zurück.»

Ihr Urlaubs-Tagebuch wurde bereits im Januar unter dem Titel «Im Haus von Eva Pankok in der Provence» veröffentlicht. Seitdem hat sich Karin Erkens Leben verändert: «Schreiben ist meine Bestimmung - und die tauchte eben erst im Alter auf.» Aktuell arbeitet sie an ihrer zweiten Veröffentlichung.

Mit dem Verfassen von Texten hat die gelernte Industriekauffrau bereits vor vielen Jahren begonnen - «als Therapie», wie sie sagt. Und scheinbar hilft das ganz gut: «Nach einiger Zeit wird bei mir alles humorvoll.»

Besonders humorvoll ist Erkens Reisetagebuch aus der Provence zwar nicht. Dafür schreibt sie sehr persönlich und stimmungsvoll, der Leser bekommt einen authentischen Eindruck ihrer Gedankenwelt. Die Dorstenerin beschreibt die großen und kleinen Hürden, die eine Deutsche, die der französischen Sprache nicht mächtig ist, überwinden muss; ein Besuch beim Dentiste kann schnell in einer Misere enden, gäbe es die Zeichensprache nicht. Wie Karin Erkens Sprachbarrieren überwand und welche «Abenteuer» sie sonst noch erlebte, kann in ihrem Reisetagebuch, ISBN 978-3-89950-195-7, nachgelesen werden. ah

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