Gag-Dauerfeuer bei der ersten Dorstener Comedy-Night

Galerie der Traumfänger

„Wie viel wiegst Du?" "Sag ich nicht!" "Komm schon – nur die ersten drei Zahlen.“ Dem Gag-Dauerfeuer von fünf Comedians setzten sich die Besucher der ersten Dorstener Comedy-Night am Freitagabend in der Galerie der Traumfänger aus.

Dorsten

, 16.08.2015, 17:47 Uhr / Lesedauer: 2 min
Gag-Dauerfeuer bei der ersten Dorstener Comedy-Night

Daphne de Luxe entlarvte Diät-Lügen. „Soll das etwa ein Ansporn zum Abnehmen sein, wenn jemand mir sagt, ich soll mir eine Hose kaufen, die ein paar Nummern zu klein ist? Funktioniert das auch, wenn ich meinem Freund ein Kondom kaufe, das ein paar Nummern zu groß ist?“

„Ich habe bis zu meinem dritten Lebensjahr kein Wort gesprochen. Eines Tages stellte meine Mutter mir einen Teller Nudeln hin. Ich sagte: ‚Die Nudeln sind matschig.‘ Meine Mutter erwiderte: ‚Du kannst ja doch sprechen. Warum hast Du bisher nichts gesagt?‘ Ich antwortete: ‚Bisher waren die Nudeln ja in Ordnung.‘“ Markus Krebs plauderte bei der ersten Dorstener Comedy-Night in der „Galerie der Traumfänger“ auf dem ehemaligen Hervester Zechengelände über sein Leben, seine Kindheit, seine Freunde. Mit den Frauen klappt es nicht so recht. Vielleicht liegt es an seiner Offenheit? „Wie viel wiegst Du? Sag ich nicht! Komm schon – nur die ersten drei Zahlen.“

Ehemaliger Hooligan

Krebs ist ein Harter. Die Wollmütze tief in die Stirn gezogen, die dunkle Sonnenbrille verdeckt die Augen. Der ehemalige MSV-Hooligan schlägt heute seine Schlachten auf der Comedy-Bühne. Der Ton ist rauh. Aber so lieben die Fans ihn. Das Publikum lachte am Freitagabend Tränen. Nicht nur beim Duisburger Comedian sondern auch bei seinen Mitstreitern Daphne de Luxe, Maxi Gstettenbauer, Michael Eller und dem Lokalmatador Danny Kotar.

"Warum sind Sie eigentlich so dick?"

„Warum sind Sie eigentlich so dick“, fragte die unbeliebte Nachbarin Daphne de Luxe. „Ganz einfach: Immer wenn ich mit ihrem Mann schlafe, gibt es hinterher Kaffee und Kuchen.“ Die Barbie im XL-Format steht zu ihren Rundungen. Immer wieder beugte sie sich mit tiefem Dekolleté vor und zeigte dem Publikum, was an ihr „de Luxe“ ist. Temperamentvoll, selbstironisch und sehr direkt entlarvte sie Diät-Lügen. „Soll das etwa ein Ansporn zum Abnehmen sein, wenn jemand mir sagt, ich soll mir eine Hose kaufen, die ein paar Nummern zu klein ist? Funktioniert das auch, wenn ich meinem Freund ein Kondom kaufe, das ein paar Nummern zu groß ist?“

"Meine Eltern wollten nicht, dass ich glücklich werde"

„Ich bin seit fünf Jahren Comedian – vorher hatte ich einen konservativen Job, ich war Spieletester.“ So stellte sich Maxi Gstettenbauer vor. Vorbei die Zeiten von Sixpack und Sonnenstudio, die Nerds gehen zum Angriff über. Gstettenbauers Angriff zielte auf die Lachmuskeln. Mit Brille und vom Monitorlicht gebleichtem Teint wagte er sich ins analoge Leben. „Eigentlich heiße ich Maximilian Roland Alfons. Meine Eltern wollten nicht, dass ich glücklich werde.“ Nach der Pause hatte der Dorstener Danny Kotar seinen ersten Auftritt vor 307 Gästen. Er gab den Männern einige Tipps in Sachen Frauen: „Wenn Du nachts aus der Kneipe nach Hause kommst und Deine Freundin mit dem Besen hinter der Tür steht, solltest die nicht fragen: Bist Du am Putzen oder willst Du damit wegfliegen?“

Moderiert wurde der Abend von Michael Eller. Der Comedian erzählte von Auftritten auf Kreuzfahrtschiffen, bei denen nur „Friedhofs-Verweigerer“ im Publikum saßen, und von Flugzeugreisen neben „Herren mit offensichtlicher Dusch-Gel-Allergie“. Der Ton traf genau die Erwartungen des Publikums. Zeitweise übertönte das Lachen des Publikums die Akteure auf der Bühne. 

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