Vom Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung profitieren Eltern, aber auch viele Kinder. Die Stadt sollte daher die Herausforderung der Umsetzung annehmen. (Symbolbild) © picture alliance/dpa
Meinung

Ganztagsanspruch – Stadt sollte Herausforderung zügig annehmen

Für Eltern ist der Anspruch auf Ganztagsbetreuung ein Segen, bringt er doch viele Vorteile. Auch Kinder können davon profitieren. Daher sollte die Stadt sofort mit der Planung starten.

Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung – das klingt für viele Eltern in Dorsten wahrscheinlich erst einmal sehr gut. Denn nicht an allen Grundschulen der Stadt gibt es genügend OGS-Plätze. In solchen Fällen müssen Eltern sich um einen Platz bewerben.

So kommt es vor, dass Eltern ihre Kinder nicht an der wohnortnahen Grundschule anmelden, sondern an einer, bei der ein OGS-Platz sicher ist. Ein Rechtsanspruch bietet berufstätigen Eltern die Chance, ihre Kinder an der Schule anzumelden, die am besten passt zu ihnen – unabhängig von der OGS.

Besonders mit Blick auf den Wechsel von Kita zu Schule gibt der Anspruch auch Sicherheit. Denn es ist klar, dass die Betreuung weiterhin gesichert ist. Auch Kinder, die aus einem schwierigen familiären Umfeld kommen, können vom Offenen Ganztag eigentlich nur profitieren.

Klar ist, dass die Umsetzung eine große Herausforderung wird. Doch mit Blick auf die Vereinbarkeit von Familie und Beruf und das Prinzip „Kurze Beine – kurze Wege“ ist es mehr als sinnvoll, diese anzunehmen. Viel Zeit bleibt nicht – die Stadt sollte also zügig mit der Planung starten. Denn der Ausbau der Kita-Plätze hat gezeigt, dass solche Projekte nicht mal eben so aus der Hand geschüttelt werden.

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Redaktion Dorsten
Ich bin gebürtige Dorstenerin, lebe und arbeite hier. Dorsten und vor allem die Menschen der Stadt liegen mir sehr am Herzen. Wichtig sind mir jedoch auch die Kirchhellener. Seit mehreren Jahren darf ich über den kleinen Ort berichten und fühle mich daher sehr mit dem Dorf verbunden. Menschen und ihre Geschichten, Bildung und Erziehung – das sind Themen, die mir wichtig sind. Und das liegt nicht nur daran, dass ich zweifache Mutter bin.
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Manuela Hollstegge