Gefährliche Ermittlungen

Das achte Kapitel

„Gold in Sicht!“ hieß es am Ende der letzten Folge unseres Dorsten-Krimis. Aber als gewiefte Leser spannender Lektüre und geübter Tatort-Gucker wissen Sie, dass fünf Folgen vor Schluss die Aufklärung noch auf sich warten lässt. Immerhin, im heutigen achten Kapitel nimmt die Handlung mächtig Fahrt auf. Und unser Detektiv bekommt zu spüren, dass es gefährlich sein kann, den Dingen auf den Grund zu gehen...

DORSTEN

19.08.2013, 10:58 Uhr / Lesedauer: 2 min

In der Zeitungsredaktion ist man inzwischen emsig dabei, die Filmaufnahmen zu sichten, mit denen das Kamerateam von Pro 007 im Fernsehen einen Quoten-Hit gelandet hat. „Alle Achtung, Kollegen, Ihr wart ja immer blitzschnell zur Stelle. Und jetzt zieht Ihr die Sache richtig groß auf. Kein Wunder: Je magerer die Skelette, desto fetter die Knüller! Leute, könnt Ihr das vergrößern? Damit wir im Umfeld vielleicht etwas entdecken, was wir oder die Polizei übersehen haben.“ „Ich habe noch eine ganz andere Idee“, wirft Reporterin Agnes ein, die nachdenklich den Film betrachtet hat: „Was haltet Ihr von folgender Theorie...“ Vor einer Villa nahe dem Reiterhof Gut Hohenfeld parkt der Detektiv seinen Wagen. Mächtige Bäume beschatten das feudale Gebäude, ein hoher Zaun umgibt das Grundstück und den gepflegten Garten. „Wollen wir mal sehen. Aha, hier wohnt also Dietmar Richter. Schon komisch, dass die Leute so an ihren Initialen hängen.“ Nach anhaltendem Klingeln tut sich erst mal nichts. Dann öffnet sich die Seitentür und zwei knurrende Dobermänner stürmen zum verschlossenen Tor. „Schon gut, schon gut, ich geh ja schon wieder“, tritt der Detektiv den strategischen Rückzug an. Und denkt bei sich: „Mal sehen, wie es auf der anderen Seite des Grundstücks aussieht.“

Gesagt, getan. Zur Grundausrüstung eines Profi-Ermittlers gehören sowohl Pfefferspray wie „Happy Dog“, das unwiderstehliche Hunde-Leckerli. So gewappnet klettert der Detektiv mühsam über den Zaun, stets in Sorge, dass eine Alarmanlage losgehen oder blutrünstige Hunde ihn anspringen könnten. Nichts, alles bleibt ruhig. Ein Fenster im Erdgeschoss ist erleuchtet. Im Schutz der Büsche geht es näher heran. Gerade ist ein alter Mann zu erkennen, als sich von hinten zwei stählerne Hände um den Hals des Detektivs legen: „Da möchte jemand als viertes Skelett in Dorstens Geschichte eingehen...“

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