Der ohnehin schadhafte Geh- und Radweg entlang der Pliesterbecker Straße ist zwischen der Juliusstraße und der Borkener Straße voll von rutschigem Laub und deshalb für Radfahrer nicht ungefährlich. © Michael Klein
Radfahren

„Gefährliche Laubschicht“ auf einem Radweg an Schulzentrum in Dorsten

Ein ohnehin schon maroder Radweg an einem Schulzentrum in Dorsten ist mit rutschigem Laub bedeckt. Ein Radfahrer meint: „Das ist sehr gefährlich.“ Doch wer ist für die Entsorgung zuständig?

Wenn sich das Herbstlaub auf der Fahrbahn türmt, kann von sicherem Radfahren keine Rede mehr sein. Einer unserer Leser hat jetzt diese Erfahrung gemacht. „Echt gefährlich und von dem Regen ziemlich rutschig“, sagt er über einen Rad- und Gehweg entlang einer Hauptverkehrsstraße in Dorsten, der zum Teil voll von heruntergefallenem Blattwerk ist.

„Größtenteils sind die Bedingungen in der Stadt derzeit gut“, betont der Dorstener, der als Mitglied von Radlergruppen und alleine tagtäglich viele Kilometer in seiner Heimatstadt abspult. Aber auf dem Geh- und Radweg entlang der Pliesterbecker Straße zwischen Juliusstraße und Borkener Straße (B 224) eben überhaupt nicht.

Mehr Sorgfaltspflicht ist nötig

Er weist daraufhin, dass gerade dort mehr Sorgfaltspflicht nötig wäre. „Zum einen fahren da Schüler des Schulzentrums und die Nutzer der Sporthalle lang.“ Und zum anderen hat der Weg – darauf weist ein Zusatzschild hin – viele Schäden. „Die Schlaglöcher und Huckel sind unter dem vielen Laub aber nicht mehr zu erkennen“, sagt er.

Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club NRW appelliert jedes Jahr an die Kommunen, die Fahrradwege regelmäßig von Laub zu befreien, damit Radfahrer wegen der vielen Blättermassen nicht zu Schaden kommen. „Das machen wir auch turnusgemäß, in den gleichen zeitlichen Abständen wie die normale Straßenreinigung“, sagt Rainer Ihling vom Entsorgungsbetrieb der Stadt. Heißt: „Auf viel befahrenen Radwegen jede Woche.“

Beim erwähnten laubbedeckten Weg an der Pliesterbecker Straße jedoch ist nicht die Stadt in der Pflicht. „Wir sind nur bei getrennten Rad- und Gehwegen zuständig, dort allerdings besteht ein gemeinsamer Geh- und Radweg.“ Und deshalb müsse der Eigentümer der Fläche das Laub entsorgen.

Ein Zusatzschild weist darauf hin, dass der gemeinsame Geh- und Radweg unter dem vielen Laub Schäden aufweist.
Ein Zusatzschild weist darauf hin, dass der gemeinsame Geh- und Radweg unter dem vielen Laub Schäden aufweist. © Michael Klein © Michael Klein

Dennoch wird der Entsorgungsbetrieb nun schnell eine Kehrmaschine dort einsetzen, „bevor da jemand stürzt und sich verletzt“. Den Grundstückseigentümer will Ihling anschreiben und ihn auffordern, künftig regelmäßig seiner Räumpflicht nachzukommen.

Per Satzung übertragen

Bei gemeinsamen Geh- und Radwegen (auf den Schildern erkennbar an den waagerechten weißen Balken zwischen Radfahrer- und Fußgängersymbol, im Gegensatz zu Querbalken bei getrennten Wegen) hat die Stadt die Laubräumpflicht per Satzung an die Hauseigentümer übertragen. Wie bei Schneefall müssen sie den Bürgersteig vor ihrem Grundstück und dessen Wege bei geschlossener Laubdecke tagsüber wieder sauber machen.

Per Mietvertrag können sie dies an die Mieter übertragen oder einen Reinigungsdienst bestellen. „An vielen Stellen haben wir Laubcontainer aufgestellt, wo Anwohner das Laub einfüllen können“, sagt Rainer Ihling.

Auch Fußgänger und Radfahrer müssen vorsichtig sein. Gerichte haben bereits entschieden, dass sie sich „besonders vorsichtig“ bewegen müssen, wenn sie in eine Laubschicht fahren.

Über den Autor
Redaktion Dorsten
Geboren 1961 in Dorsten. Hier auch aufgewachsen und zur Schule gegangen. Nach erfolgreich abgebrochenem Studium in Münster und Marburg und lang-jährigem Aufenthalt in der Wahlheimat Bochum nach Dorsten zurückgekehrt. Jazz-Fan mit großem Interesse an kulturellen Themen und an der Stadtentwicklung Dorstens.
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Michael Klein

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