Gefeuerter Fahrer will berufliches Aus nicht hinnehmen

Betrug mit Tankkarte

Der Streit um den angeblich exzessiven Privat-Missbrauch einer LKW-Tankkarte eines Dorstener Möbelhauses geht in die Verlängerung: Der fristlos gefeuerte Auslieferungsfahrer (61) will sein berufliches Aus doch nicht klaglos hinnehmen - er setzt jetzt alles auf eine Karte.

Dorsten/Herne

05.11.2015, 16:44 Uhr / Lesedauer: 1 min

Der Mann hatte vor zwei Wochen am Herner Arbeitsgericht noch eine Kündigung zum 31. Januar 2016 (inklusive sieben Monate Gehaltsverzicht) akzeptiert. Arbeitsrichterin Nadja Große-Wilde hatte diese Lösung vorgeschlagen. Nicht zuletzt wohl auch, um dem nach Aktenlage massiv verdächtigen "Diesel-Dieb" nach 30 Dienstjahren eventuell doch noch einen einigermaßen sauberen Abgang zu ermöglichen.

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Wie jetzt bekannt wurde, hat der 61-Jährige den Vergleich aber inzwischen innerhalb der zweiwöchigen Bedenkzeit wieder gekippt. Für das weitere Kündigungs-Verfahren bedeutet das: Am Arbeitsgericht wird weiter verhandelt. In einem noch zu bestimmenden Kammertermin werden jetzt wohl die Videosequenzen von der verdächtigen "Klau-Tankstelle" in Recklinghausen-Süd im Mittelpunkt stehen. Die Videofilme waren für die Arbeitsrichter beim letzten Termin noch nicht greifbar gewesen, weil die Akte damals samt Video-CD bei der parallel ermittelnden Bochumer Staatsanwaltschaft angeblich "unabkömmlich" war.

Überwachungsvideo

Der Anwalt des Möbelhauses und dessen Geschäftsführer hatten das Tankstellen-Überwachungsvideo aber bereits im Vorfeld schon einmal gesehen. Der Auslieferungsfahrer habe jahrelang an einer Tankstelle unweit von seinem Zuhause nicht nur den Firmenlaster, sondern vor allem auch ein Privat-Auto betankt - Schaden: rund 20000 Euro. 

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