Stefan Diebäcker kommentiert die zunehmenden Cyber-Attacken auf Unternehmen, Behörden und Privatpersonen. © Montage Leonie Sauerland
Meinung

Gegen diese Angreifer kann man sich nicht wehren, sondern nur schützen

Manchmal reicht ein klitzekleiner Fehler: Wenn Hacker durch ein kleines Loch schlüpfen, sind Schaden und Ärger meist groß. Schutz ist wichtig, vielleicht sogar lebenswichtig.

Ich bin ehrlich: Wenn die Kollegen aus der Informationstechnik unseres Verlages mich freundlich daran erinnern, dass ich das letzte Sicherheitstraining noch nicht absolviert habe, verdrehe ich schon mal die Augen. Wenn ich, um am Diensthandy mal eben meine Mails lesen zu können, erst einen Sicherheitscode anfordern und eingeben muss, dauert mir das manchmal zu lange.

Und doch sind solche Schutzmaßnahmen richtig und wichtig.

Hacker haben Waffen, die viele von uns nicht kennen und somit auch nicht sofort erkennen. Sie können Unternehmen ruinieren, lebensnotwendige Infrastrukturen lahmlegen. Können Sie sich ein Leben ohne Strom, ohne Datenleitungen, ohne Funkverbindungen vorstellen? Aber es wäre denkbar, dass es eines Tages urplötzlich so kommt.

Vorsicht ist also geboten, aber Angst ist fehl am Platz. In diesem schlechten Spiel gibt es unbekannte Angreifer und wehrhafte Verteidiger. Wir müssen uns schützen, um nicht zu verlieren. Das gilt für Unternehmen und Stadtverwaltungen genauso wie für Privatpersonen.

Die gute Nachricht: Manchmal reicht gesunder Menschenverstand. Wir sind gut beraten, vorsichtig zu sein, misstrauisch zu bleiben, Experten um Rat zu fragen. Letztlich sind wir alle vielleicht die letzte Bastion, um den Eindringling aufzuhalten.

Über den Autor
Redaktionsleiter in Dorsten
Veränderungen gab es immer, doch nie waren sie so gravierend. Und nie so spannend. Die Digitalisierung ist für mich auch eine Chance. Meine journalistischen Grundsätze gelten weiterhin, mein Bauchgefühl bleibt wichtig, aber ich weiß nun, ob es mich nicht trügt. Das sagen mir Datenanalysten. Ich berichte also über das, was Menschen wirklich bewegt.
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Stefan Diebäcker