Gemeinschafts-Gebet zum Ende des Ramadan war „vorbildlich“

Ramadan

Dutzende Gläubige haben sich am Donnerstag zum Abschluss des Ramadan zum gemeinsamen Gebet in einer Turnhalle versammelt. Kritik im Vorfeld stellte sich als unberechtigt heraus.

Dorsten

, 14.05.2021, 14:50 Uhr / Lesedauer: 1 min
In der Juliussporthalle feierten viele Muslime mit Abstand und Maske das Ende des Ramadan mit einem 20-minütigen Gebet.

In der Juliussporthalle feierten viele Muslime mit Abstand und Maske das Ende des Ramadan mit einem 20-minütigen Gebet. © privat

Die Muslime in Dorsten sind Frühaufsteher. Noch vor den Gottesdiensten in den christlichen Kirchen haben sie sich am Donnerstag in der Juliussporthalle zum gemeinschaftlichen Gebet versammelt. Es war der feierliche Abschluss des Ramadan, den Bürgermeister Tobias Stockhoff als „vorbildlich“ bezeichnete.

Die Vorgaben der Coronaschutzverordnung wurden aus Sicht der Stadtverwaltung eingehalten. Die Gäste kamen zeitversetzt, trugen Masken, hielten Abstand und mussten sich vor dem 20-minütigen Gebet registrieren.

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„Man kann guten Gewissens die Meinung vertreten, ob solche großen Gebete bzw. Gottesdienste stattfinden müssen. Man sollte aber nie mit zweierlei Maß messen“, erinnerte Tobias Stockhoff auf seiner Facebook-Seite Kritiker daran, dass an Weihnachten und Ostern viele Kirchengemeinden Gottesdienste gefeiert haben, obwohl der Inzidenzwert damals deutlich höher lag.

Der Vergleich mit noch immer verbotenen Sport- und Kulturveranstaltungen sowie Partys hinkt aus Sicht des Bürgermeisters. „Die Religionsausübung - nicht das Feiern - steht unter einem besonderen Schutz des Grundgesetzes und das Infektionsschutzgesetz lässt Gottesdienste und Demonstrationen zu.“

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