Kreisstädte verlängern den Generalangriff auf Schwarzarbeit

Schwarzarbeit

Schwarzarbeit ist illegal. Die Städte im Kreis Recklinghausen arbeiten deshalb seit 2018 zusammen, um mehr Fälle aufzudecken. Jetzt soll die Kooperation verlängert und ausgebaut werden.

Dorsten

, 14.05.2020, 14:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Städte im Kreis Recklinghausen weiten ihren Angriff auf Schwarzarbeit aus.

Die Städte im Kreis Recklinghausen weiten ihren Angriff auf Schwarzarbeit aus. © picture alliance / dpa

In zwei Teams wird im Kreis Recklinghausen seit über zwei Jahren Jagd auf Schwarzarbeiter gemacht. Von Herten aus werden Kontrollen u.a. in Dorsten koordiniert. Die Kooperation macht sich offenbar bezahlt, wie eine jetzt veröffentlichte, kreisweite Statistik zeigt.

  • 2018 wurden insgesamt Bußgelder in Höhe von 120.000 Euro verhängt. Der aufgedeckte wirtschaftliche Schaden belief sich auf fast 2,5 Millionen Euro.
  • 2019 wurden bis Ende September fast 190.000 Euro an Bußgeldern verhängt, der wirtschaftliche Schaden wird bis dahin auf fast 2,8 Millionen Euro beziffert.

Aus Sicht der Stadt Dorsten hat sich die Zusammenarbeit bewährt. Bürgermeister Tobias Stockhoff hat sich deshalb dafür stark gemacht, die Kooperation um drei Jahre bis Ende Januar 2024 fortzusetzen und den Aufgabenbereich zu erweitern, um „effizient und aus einer Hand Schwarzarbeitsbekämpfung zu betreiben“.

In der öffentlich-rechtlich Vereinbarung mit der Stadt Herten, die der Dorstener Stadtrat am Mittwoch (13. Mai) verabschiedet hat, ist nun auch von Tatbeständen nach der Handwerksordnung die Rede. Stockhoff geht davon aus, dass künftig noch mehr Bußgelder verhängt werden und sich auch der aufgedeckte wirtschaftliche Schaden erhöhen wird. Dann hätten sich die Kosten, an denen die Stadt anteilig beteiligt ist, wohl endgültig amortisiert.

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