„Gesamtschüler schießen zurück“: Die besten Sprüche der 9. Dorstener Comedy-Night

rn9. Dorstener Comedy Night

Matthias Rauch macht Knöllchen zu Geld. Horst Fyrguth ist eine „Netzhautpeitsche“ und Roberto Capitoni macht das Älterwerden zu schaffen. Die Highlights der 9. Dorstener Comedy Night.

Dorsten

, 19.10.2019, 13:06 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es war Glück, dass Horst Fyrguth am Freitagabend bei der 9. Comedy Night im Dorstener Creativ Quatier auf den Bühne stehen konnte, denn er hatte einen Unfall. „Als ich neulich spazieren ging, sah ich einen Selbstmordkandidaten, der sich von einer Brücke stürzen wollte. Um zu helfen, ging ich zu ihm hin und erzählte ihm von meinem Leben, damit ihm seines nicht mehr so schlimm vorkommt. Als ich fertig war hat er mich geschnappt und von der Brücke geworfen.“

Ehemaliger Waldorfschüler tanzt erst mal seinen Namen

Als ehemaliger Waldorfschüler gezeichnet, betrat Horst Fyrguth zuerst die Bühne. Nachdem er sich vorgestellt und seinen Namen getanzt hatte, erzählte er mit viel Selbstironie über sein Leben: „Ich bin schon seit 20 Jahren mit meiner Frau zusammen. Wir leben unsere Beziehung nach dem Prinzip ‚Treue durch Hässlichkeit‘. Ich weiß, ich bin nicht schön, ich bin eher eine Netzhautpeitsche. Meine Frau sagt: Du bist nicht tageslichttauglich, du bist teelichttauglich.“

„Gesamtschüler schießen zurück“: Die besten Sprüche der 9. Dorstener Comedy-Night

Was Horst Fyrguth und seine Frau zusammenhält? "Treue durch Hässlichkeit!", sagt die selbsternannte "Netzhautpeitsche" © Ralf Pieper

Horst Fyrguth begegnet dem Leben mit seiner ganz eigenen Logik, die er konsequent zu Ende denkt. „Das Gymnasium ist für meine Kinder viel zu gefährlich. Amokschützen gehen immer zum Gymnasium. Gesamtschüler schießen zurück.“

Dorsten begrüßt seinen bekanntesten Zauberer mit einem Knöllchen

Matthias Rauch war der Spaß bei seinem Heimspiel auf der Dorstener Bühne anzumerken und seine gute Laune steckte an. Er begeisterte mit einer Mischung aus Comedy und Zauberei.

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„Ich freue mich über die herzliche Begrüßung in meiner Heimatstadt“, sagte Rauch. „Ich wurde sogar von der Stadtverwaltung persönlich begrüßt – mit einem Zettel an meinem Auto.“

„Gesamtschüler schießen zurück“: Die besten Sprüche der 9. Dorstener Comedy-Night

Knöllchen? Kein Problem! Zauberer Matthias Rauch machte kurzerhand einen Hunderter draus. © Ralf Pieper

Die Frage, ob er von seinem Beruf leben kann, klärte er kurzerhand mit der Verwandlung dieses Knöllchens in einen Hundert-Euro-Schein. Stille und gebannte Gesichter in einem Augenblick, schallendes Lachen im nächsten – so präsentierte sich die Show des Magiers. „Meine liebste Form der Magie ist die Manipulation – der Wortteil „Pulation“ kommt von rumpulen.“

Feueriger Italiener, ordentlicher Deutscher

In Roberto Capitoni schlummern zwei Nationalitäten – halb Italiener, halb Deutscher. „Wenn meine Frau im Bett auf mich wartet, reiß ich mir wie ein Italiener in sekundenschnell die Klamotten vom Leib. Aber als Deutscher lege ich die Kleidung dann erst mal ordentlich zusammen.“

Er erzählt von seinem Onkel Luigi aus Palermo: „Onkel Luigi sagt: Du musst klug sein. Wenn du klug bist, kannst du dich dumm stellen. Andersrum ist schwieriger!“ Weiter ging es mit den Lebensweisheiten seines Onkels: „Wenn du ein Problem hast, musst du es lösen. Lass es einfach wie einen Unfall aussehen.“

„Gesamtschüler schießen zurück“: Die besten Sprüche der 9. Dorstener Comedy-Night

Lebensmittel von Barack Obama im Supermarkt? Roberto Capitoni macht es zu schaffen, dass seine Augen mit dem Alter immer mehr nachlassen. © Ralf Pieper

Das Älterwerden macht Roberto Capitoni zu schaffen: „Meine Augen lassen nach. Bei Aldi stand ich vorm Regal und wunderte mich, dass es jetzt auch Lebensmittel von Barack Obama gibt. Bis mir jemand sagte, dass da Backaroma auf der Packung steht.“

Souverän moderiert wurde die Comedy Night wieder von Michael Eller. „Heute Abend erlebt ihr ein Comedy-Gourmet-Fest und keine Fast Food-Veranstaltung“, versprach er zu Beginn der Show. Und drei Stunden später wusste man: Er hat Wort gehalten!

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