Gläserner Bürgermeister?

20.07.2007, 18:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Dorsten So ein Bürgermeister hat´s gut. Na ja, Arbeit hat er reichlich, aber er verdient schließlich nicht schlecht.

Wolfgang Pantförder (CDU) zum Beispiel. Das Stadtoberhaupt von Recklinghausen bekommt ein monatliches Bruttogehalt von 8474,95 Euro. Außerdem erhielt er letztes Jahr 33 880,34 Euro (brutto) aus Nebentätigkeiten. Woher wir das wissen? Pantförder hat seine Einkünfte auf der städtischen Homepage offen gelegt. Freiwillig sogar. Und sein Amtskollege Lambert Lütkenhorst soll es ihm gleichtun.

Das jedenfalls hat jetzt der Vorsitzende der Jusos, Julian Fragemann (Foto), gefordert. "Wir begrüßen diese selbst gewählte Transparenz vieler Bürgermeister", sagt Fragemann. Schließlich hätten die Bürgerinnen und Bürger ein Recht zu erfahren, was die von ihnen gewählten, hauptamtlichen Politiker verdienen.

Dabei hat Lütkenhorst bisher beileibe kein Geheimnis aus seinem "Vermögen" gemacht. Jedes Jahr erläutert er im nicht-öffentlichen Teil einer Ratssitzung den Parteien, was sich so auf seinem Konto ansammelt. Anschließend liegt die (lange?) Liste vier Wochen im Bürgermeister-Büro zur Ansicht aus - für jedermann natürlich. So will es die Gesetzgebung, allerdings war das Interesse, verlautete am Freitag aus dem Rathaus, eher mäßig.

Das könnte sich natürlich schlagartig ändern, wenn man bequem vom heimischen Rechner aus nachschaut, was und wo der gläserne Lütkenhorst abkassiert. Er jedenfalls scheint, so hieß es gestern in seinem Büro, grundsätzlich nicht abgeneigt, sämtliche Einnahmen der Welt preiszugeben. Nur darum gebeten hatte ihn noch keiner... dieb

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