Große Chance auf einen Job

Dorsten Als Alexander Samsonov mit Frau und zwei Kindern vor drei Jahren von Sibirien nach Deutschland kam, hatte er nichts: Keine Sprachkenntnisse, keinen Job, sein beruflicher Abschluss als Chemikant wurde hier nicht anerkannt.

25.07.2007, 18:56 Uhr / Lesedauer: 1 min

Doch dank der Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft "rebeq" hat er es geschafft: Er kann seinen Lebensunterhalt für sich und seine Familie alleine bestreiten, hat einen unbefristeten Arbeitsvertrag im Lagerwesen bei der Firma "delog delsing logistik - spedition" an der Hoeschstraße bekommen. "Wir sind mehr als zufrieden mit ihm", sagt Rolf Kampmeyer, Speditionsmanager von "delog".

Alexander Samsonov war von der Vestischen Arbeit in das Programm "JobPLUS" vermittelt worden. Dieses lief von 2005 bis Mai 2007, wurde im Kreis Recklinghausen von der rebeq, einem Tochterunternehmen der Awo, umgesetzt. Die Landesregierung wollte mit dem vom Europäischen Sozialfonds (ESF) hauptfinanzierten Projekt die Integration von ALG II in den ersten Arbeitsmarkt fördern, mit betriebsnaher Qualifizierung in Kombination mit ausgesuchten betrieblichen Praktika und intensivem Bewerbungscoaching.

Birgit Steinhilber, Standortleiterin der rebeq Dorsten, bezeichnet das Programm als Erfolg: "25 von insgesamt 48 Arbeitslosen, denen die Vestische Arbeit Dorsten die Teilnahme ermöglichte, erhielten auf Grund ihres Lerneifers und ihrer Tatkraft einen Arbeitsvertrag."

So wie Alexander Samsonov. Er hatte zunächst gemeinsam mit seiner Frau einen Sprachkurs bei der rebeq besucht, bekam dann einen Ein-Euro-Job. Dies öffnete den Weg für die weitere berufliche Qualifizierung. In zwei Betriebspraktika bei der Firma "delog" bewies Alexander Samsonov sein Können, "delog" stellte früh einen Arbeitsvertrag in Aussicht und hielt Wort - auch als Alexander Samsonov während der Probezeit erkrankte. "Ich hatte große Angst, meinen Job gleich wieder zu verlieren", so der Lagerist, "doch mein Chef hat mich sogar im Krankenhaus besucht".

Nachfolge-Programm

Die Landesförderung ist inzwischen für das Programm eingestellt worden. "Nach der Anschubfinanzierung durch den ESF und den Integrationserfolgen wollen wir das gute Förderkonzept von Job PLUS unbedingt weiter ausbauen", so Klaus Uhländer, Geschäftsführer der rebeq. Deswegen gibt es jetzt das "Job + Chance"-Programm. 40 Plätze sind in Dorsten vorgesehen. MK

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