Große Leistung von kleiner Marie

02.07.2007, 18:56 Uhr / Lesedauer: 2 min

Schermbeck «Mitradeln und gewinnen» hieß das Motto des 16. Niederrheinischen Radwandertages, an dem sich zwischen Übach-Palenberg im Süden und Emmerich-Monferland im Norden bei durchwachsenem Wetter einige tausend Fahrradfahrer beteiligten.

Am «Ecco-Hotel» an der Maassenstraße schickte Bürgermeister Ernst-Christoph Grüter Sonntagmorgen 65 Radler auf die Strecke. Gemeinsam mit der Gemeinde Hünxe und der Stadt Hamminkeln hatte Berthold Schmeing vom gemeindlichen Hauptamt einen Rundkurs zusammengestellt, der den Teilnehmern ein paar besonders schöne Landschaftsteile der Lippe und ihrer begleiteten Nieder- und Mittelterrasse vorstellte.

Mit 80 Kilometern war diese Rundtour Nummer 61 die bei weitem längste aller 63 Strecken am Niederrhein. Aus diesem Grund war für weniger sportliche Radler eine familienfreundliche Strecke ausgewiesen worden.

Lieblingssport

Kurt Gerwien war einer von den «80ern». Er hat das Radeln längst als seine Lieblingssportart entdeckt. Fast täglich erobert er per Drahtesel etwa 20 Kilometer Strecke im Schermbecker Umfeld.

Als Organisator an der Schermbecker Stempelstelle bewunderte Berthold Schmeing das Ehepaar Peter und Christa Hülsdünker. Die beiden Kilianer hatte er noch lange nach Mitternacht bei der Kilian-Vorfeier im Altschermbecker Festzelt getroffen. Die Tour durch die sauerstoffreiche Lippeaue sollte schon bald die Strapazen der Nacht vergessen lassen.

Die meisten Radler kannten sich bereits vom letzten Jahr oder von regelmäßigen Radtouren im Schermbecker Umfeld. Entsprechend froh fiel die Begrüßung an der Stempelstelle aus, und mancher, der eigentlich nur die «kleine» Tour geplant hatte, verbuchte am Nachmittag einen 80 Kilometer höheren Tachostand.

Die neunjährige Dorstenerin Marie Christin Krzikowski hätte eigentlich am Abend einen Sonderpreis erhalten müssen. Mit ihrer Mutter Regina radelte sie nicht nur die 80 Kilometer locker ab, es kamen noch die zweimal sieben Kilometer zwischen Dorsten und Schermbeck hinzu: ein Ferienspaß nicht alltäglicher Art.

Wer mit mindestens drei Stempelabdrücken auf seiner Teilnahmekarte zum Ausgangspunkt zurückkehrte, durfte an einer Verlosung teilnehmen.

Die Schermbecker Geschäftswelt hatte die Aktion bereitwillig unterstützt. Eine wertvolle Sachleistung gab´s vom Schermbecker Fahrradhändler Hubert Keiten-Schmitz, der ganztägig an der Stempelstelle Hilfestellung gab, wenn es irgendwo an einem Fahrrad klemmte und darüber hinaus wertvolle Tipps rund ums Fahrrad geben konnte. H. Sch.

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