Große Sympathie für "laute" Feuerwehr

Nach Facebook-Post

Der Anruf einer verärgerten Wulfenerin hat eine Welle der Sympathie für den Wulfener Löschzug ausgelöst. Die Frau hatte sich darüber beschwert, dass die Feuerwehr auch nachts mit Martinshorn ausrückt: "Da werden meine Kinder und ich wach."

Wulfen

04.02.2016, 14:39 Uhr / Lesedauer: 1 min
Große Sympathie für "laute" Feuerwehr

Die Feuerwehr Wulfen hat eine Ausfahrt direkt auf die B 58. Hier wäre es zu gefährlich, ohne Martinshorn auszurücken.

Die "Rechtfertigung" des Löschzuges, am Mittwochabend auf seiner Facebook-Seite veröffentlicht, hat ein riesiges Echo ausgelöst. Mehrere tausend Mal wurde die Stellungnahme "geliked", also positiv gewertet, und gut ein Dutzend Mal geteilt. Selbst Dorstens Feuerwehr-Pressesprecher Markus Terwellen war überrascht über so viel positive Resonanz. "Beschwerden aus der Bevölkerung zur Nutzung des Martinshorns von Fahrzeugen im Einsatzfall sind gar nicht so selten", sagte er. "Um ein Wegerecht im Einsatzfall zu haben, müssen wir aber aus rechtlichen Gründen immer Blaulicht und Martinshorn eingeschaltet haben."

Die Vorgeschichte

Am vergangenen Montag waren die Wulfener Brandschützer gleich dreimal im Einsatz. Die erste Alarmierung erfolgte nachts um kurz vor 3 Uhr, als eine Hobbywerkstatt an der Köhler Straße niederbrannte (wir berichteten). Dieser Einsatz dauerte bis etwa 7 Uhr. Da die Einsatzkräfte des Löschzuges diesen Job ehrenamtlich machen, mussten die meisten danach zur Arbeit, obwohl ein Großteil der Kameraden gerade mal drei bis vier Stunden geschlafen hatte. Der nächste Alarm ließ trotzdem nicht lange auf sich warten. Bereits um 9 Uhr mussten alle verfügbaren, freiwilligen Einsatzkräfte zu einer ausgelösten Brandmeldeanlage nach Barkenberg ausrücken.

Um 17.30 Uhr dann der dritte Einsatz. Diesmal wurde die Hilfe der Brandschützer bei einem Kellerbrand in Lembeck benötigt (wir berichteten). Beim anschließenden turnusmäßigen Übungsabend erhielten die Wulfener Einsatzkräfte dann den Anruf der verärgerten Wulfenerin.

Die Erklärung der Feuerwehr

In der Facebook-Erklärung des Löschzugs heißt es: "Ja, wir rücken auch nachts mit Martinshorn aus.  Genauso wie der Rettungsdienst, welcher bei uns an der Wache stationiert ist. Weil wir es müssen. Gesetzlich vorgeschrieben! Denn bei Alarmfahrten steigt das Risiko, in einen Verkehrsunfall verwickelt zu werden, um das Siebzehnfache. Falls etwas passieren sollte, steht der Fahrer in der Kreide und müsste sich verantworten." Markus Terwellen erläuterte außerdem: "Vom Wulfener Gerätehaus geht es direkt auf die auch nachts viel befahrene B 58. Das Martinshorn wird auch aus Sicherheitsgründen genutzt."

 

 

 

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