Guter Schlaf sorgt für seelische Ausgeglichenheit

Gesundheitstag in der VHS

Gut geschlafen? Diese Frage stellte das St.-Elisabeth-Krankenhaus zusammen mit der VHS am Samstag beim 4. Dorstener Gesundheitstag. Die Bedeutung von Schlaf für Gesundheit und Wohlbefinden war Thema verschiedener Vorträge.

von Von Ralf Pieper

, 26.02.2012, 15:05 Uhr / Lesedauer: 1 min

 

Aber rund ein Drittel aller Deutschen leiden unter Schlafstörungen. Sie schlafen schlecht ein, schlafen nicht durch, wachen zu früh auf, schnarchen, ringen nachts nach Luft. Schlafprobleme haben viele Gesichter und zahlreiche Ursachen. Die Chefärzte des St.-Elisabeth-Krankenhauses, Dr. Norbert Holtbecker und Dr. Hermann Thomas, referierten beim Gesundheitstag zu verschiedenen Fragestellungen. Was bedeutet gesunder Schlaf? Ist der Schlaf im Seniorenalter anders? Sind Schnarchen und Atemaussetzer gefährlich? Wie wirkt sich Schichtarbeit auf den Schlaf aus?Den Zuhörern wurde schnell klar, wie wichtig ein gesunder und ausreichender Schlaf für einen aktiven Tag ist. Jeder, der über längere Zeit schlecht schläft, sollte aufmerksam werden. Unbehandelt können Schlafstörungen zu Depressionen, Bluthochdruck oder gar einem Schlaganfall oder Herzinfarkt führen. Die Tagesmüdigkeit schränkt die Fahrtauglichkeit ein. "Es passieren mehr Unfälle im Straßenverkehr durch Müdigkeit und Sekundenschlaf als durch Alkohol und Drogen", weiß Dr. Norbert Holtbecker. Ganz realitätsnah konnten die Besucher des Gesundheitstages diese eingeschränkte Fahrtauglichkeit in einem Simulator selbst erleben.

 Natürlich war auch der "Klassiker aus den deutschen Schlafzimmern" ein Thema: das Schnarchen. Bei lautem Schnarchen, das einen selbst weckt oder den Bettnachbarn stört, sollte man zum Arzt gehen und sich gegebenenfalls behandeln lassen. Schnarcher können einen Spitzenwert von 90 dB erreichen, was der Geräuschkulisse eines durchs Schlafzimmer fahrenden LKW entspricht. Hier hörten besonders die Herren der Schöpfung genau hin, denn das Schnarchen ist mehr ein männliches Problem: 60 bis 80 Prozent aller Männer ab 50 schnarchen. An Infoständen im Foyer der VHS wurde rund ums Thema Schlaf aufgeklärt. Die Behandlungmethode der nächtlichen Überdruckbeatmung bei Schlafapnoe wurde vorgestellt. Ein mobiles Schlaflabor zeigte die Möglichkeiten zur Diagnose von Schlafstörungen. Selbsthilfegruppen, Verbände und Krankenkassen waren ebenfalls vor Ort. RP

 

 

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