Gymnasium Petrinum hat das Nachsehen

Schul-Anmeldungen

Die Gesamtschule Wulfen ist eine "Bank". Fast ein Drittel aller Kinder, die nach den Sommerferien von einer der zehn Dorstener Grundschulen zur weiterführenden Schule wechseln, möchten in Wulfen die Schulbank drücken. Ganz anders sieht es beim Gymnasium Petrinum aus.

Dorsten

, 23.02.2016, 16:02 Uhr / Lesedauer: 1 min

172 Kinder von insgesamt 554 Viertklässlern aus Dorsten schenken der Gesamtschule 2016 ihr Vertrauen. Im Vorjahr waren es 170 Neuaufnahmen bei insgesamt 604 Viertklässlern.

Während das private St.-Ursula-Gymnasium 108 Kinder des diesjährigen Jahrgangs übernehmen wird (wir berichteten), hat das Gymnasium Petrinum erstmals seit Jahren deutlich das Nachsehen: 84 Kinder werden es nur noch sein. 2015 verwies der mittlerweile pensionierte Direktor Wolfgang Gorniak stolz auf 141 Anmeldungen.

Zahlen der Realschulen

Die Dorstener Realschulen, die private St.-Ursula-Schule auf der Hardt und die städtische Erich-Klausener-Realschule in Holsterhausen, nehmen insgesamt 137 Kinder auf, davon gehen 50 zur Erich-Klausener-Realschule. Die 87 Kinder an der Ursula-Realschule stammen übrigens nicht alle aus Dorsten: "Es gibt etliche Kinder, die auch aus Nachbarstädten wie Bottrop-Kirchhellen, Gladbeck oder Marl nach Dorsten kommen", gibt Stadtpressesprecherin Lisa Bauckhorn zu bedenken.

Die Leiterin der Erich-Klausener-Realschule, Susanne Bender, ist zudem noch nicht überzeugt, dass es bei nur 50 Anmeldungen an ihrer Schule bleibt, weil die Frist ja noch nicht abgelaufen sei: "Eltern können ihre Kinder noch bis zum 11. März anmelden. Da kommt noch was", nimmt Bender an. Die gute Förderung der Realschüler in Holsterhausen und an der privaten Realschule haben sich jedenfalls längst bis zum Gymnasium herumgesprochen. Elisabeth Schulte-Huxel, Leiterin des St.-Ursula-Gymnasiums, lobte die gute Vorbereitung der Quereinsteiger für die gymnasiale Oberstufe in ihrer aktuellen Stellungnahme sehr.

Hauptschulen

Auch die beiden Hauptschulen, Dietrich-Bonhoeffer-Schule Holsterhausen und Geschwister-Scholl-Schule Hardt, brauchen um ihr Überleben nicht zu bangen: 28 Kinder sind es auf der Hardt, 24 in Holsterhausen.

Erfahrungsgemäß wechselt ein Teil der Viertklässler aus Rhade und Lembeck in die Schulen der Nachbarorte. Für Lembecker Kinder ist die Sekundarschule Reken eine Option, Rhader und Lembecker Kinder blicken womöglich auch zur geplanten Gesamtschule Raesfeld (hat sechs Anmeldungen aus Dorsten vorliegen) oder zum Gymnasium Remigianum Borken bzw. Gymnasium Maria Veen Reken.

Eltern haben bis zum 11. März (Freitag) die Möglichkeit, ihre Kinder zu den weiterführenden städtischen Schulen anzumelden. Ausgenommen davon sind die Privatschulen.

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