Gymnasium Petrinum wird fünfzügig

Anmeldezahlen 2017/2018

Hier Riesenfreude über 46 Anmeldungen mehr als im Jahr zuvor, dort enttäuschende Gesichter über einen Rückgang: Unterschiedlich fielen an Gymnasium Petrinum und Erich-Klausener-Realschule die Reaktionen auf die Ergebnisse der Anmeldetage aus.

Dorsten

, 03.03.2017, 16:19 Uhr / Lesedauer: 2 min
Gymnasium Petrinum wird fünfzügig

Die Fünftklässler des Petrinums gehen 2017/2018 fünfzügig an den Start.

Im Laufe der vergangenen Woche konnten die Eltern von Viertklässlern ihre Kinder an diesen beiden städtischen Schulen anmelden. Und ließen anschließend das Petrinum jubeln. Denn nach dem rechnerischen Einbruch im Vorjahr stieg das Gymnasium auf wie Phönix aus der Asche: Gab es für das noch laufende Schuljahr lediglich 86 Anmeldungen für drei Klassen, so werden nach den Sommerferien 132 Fünftklässler die Schule besuchen und fünf Eingangsklassen stellen.

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„Wir sind positiv überrascht“, sagte Franz-Joachim Hollenhorst vom Petrinum-Leitungsteam gegenüber unserer Zeitung: „Wir hätten nie damit gerechnet, wieder fünfzügig zu werden.“ Nach seinen Angaben sollen drei Klassen mit 26 Schülern und zwei mit 27 Schülern gebildet werden. Über die Gründe für die deutliche Zunahme mag Franz-Josef Hollenhorst („dies gibt uns einen weiteren Motivationsschub“) nur spekulieren. Zwar habe man erstmals außerhalb Dorstens Werbung mit dem Schulprofil G 9 gemacht, „aber dieser starke Anstieg lässt sich nicht auf Schüler aus anderen Städten zurückführen“. 

Eltern verunsichert

Im Schulzentrum an der Pliesterbecker Straße sieht die Stimmungslage ganz anders aus. Gab es im Vorjahr 56 Anmeldungen für die Realschule, ging die Zahl jetzt auf 41 zurück. „Klar bin ich darüber enttäuscht“, sagte Schulleiterin Susanne Bender. Zwar ist offiziell erst Ende März Anmeldeschluss, aber mehr als eine Handvoll Schüler mehr kann die Schule nach den Erfahrungen aus den Vorjahren nicht erwarten. Den Rückgang führt Bender auf die Diskussionen über die für 2018 geplante Sekundarschule zurück. „In den Gesprächen haben wir viel Unsicherheit bei den Eltern verspürt.“

Sie betont in diesem Zusammenhang, dass die Sekundarschule eine komplette Neugründung und keine Fusion werde: „Und wer ab Sommer als Realschüler bei uns in der fünften Klasse beginnt, bleibt auch bis zum Ende der 10. Klasse Realschüler.“ Susanne Bender bedauert vor allem, dass die „vielen Anstrengungen des Kollegiums in Sachen individueller Förderung“ sich nicht in den Anmeldezahlen widerspiegelten. Immerhin sieht sie einen positiven Aspekt der aktuellen Entwicklung: „Jetzt bilden wir zwei kleinere Klassen und können damit noch mehr auf einzelne Schüler eingehen.“

Das vorgezogene Anmeldeverfahren für die Gesamtschule Wulfen und die beiden St.-Ursula-Schulen waren vor gut zwei Wochen beendet worden, an allen drei Schule mussten Kinder abgewiesen werden. 174 jetzige Viertklässler werden nach den Sommerferien die Gesamtschule Wulfen besuchen (199 waren angemeldet worden), 111 das Gymnasium St. Ursula (132 Bewerbungen) und 93 die Ursula-Realschule (135 Anmeldungen). Auch die Gesamtschule Schermbeck nimmt Viertklässler aus Dorsten auf – und die aus dem Dorstener Norden werden wieder stark am Gymnasium Maria Veen, an der Gesamtschule Raesfeld und an der Sekundarschule Reken vertreten sein.

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