Haarige Liebe

Grafenwald Lange Wimpern, schwarz-glänzende Augen, eine zuckersüße Schnute, lange Beine und einen noch längeren Hals: Alpakas sehen einfach zum Knuddeln aus.

05.07.2007, 17:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ursprünglich stammen die «Geschwister» der Lamas aus Peru und Chile, doch Uschi Heinrichs züchtet sie auf ihrem Hof in Grafenwald. «Es war ein Kindheitstraum von mir, einmal diese Tiere zu besitzen», erklärte sie. Bereits, als sie die Alpakas zum ersten Mal sah und in die großen Augen schaute, war es um Heinrichs geschehen. Vor einigen Jahren kam dann ein Bericht im Fernsehen, den sie sich gemeinsam mit ihrem Mann ansah. Der konnte seiner Frau die Liebe zu den Tieren nicht verdenken. «Platz war da, und so entschlossen wir uns erstmal, Informationen bei anderen Züchtern aus der Umgebung einzuholen», berichtete Heinrichs. 2003 war es dann endlich so weit und drei Alpakas - Lisa, Jana und Melody - zogen im Stall der Familie ein.

Pflegeleichte Tiere

Die Tiere sind äußerst pflegeleicht. Gras und Heu sind die Hauptnahrungsmittel. Dabei reicht ein Heuballen bei fünf bis sechs Tieren rund eine Woche. Außerdem sind sie sehr nützlich. Draußen machen die Sohlenschwieler die Wiese beim Fressen nicht kaputt, denn sie beißen das Gras ab und verletzen durch ihre Füße die Grasnarbe nicht. Die Herdentiere sind zudem ein wunderbarer Wolllieferant. Im Gegensatz zu Schafen besitzen sie nämlich Hohlfasern, die nur einen Minimalanteil Fett inne haben. Dadurch riechen Produkte aus Alpaka-Wolle nicht. Insbesondere für Allergiker sind deshalb Bettdecken und Kleidungsstücken von ihnen sehr geeignet. Durch die Hohlfaser ist außerdem gewährleistet, dass die Wolle im Winter auf jeden Fall wärmt und im Sommer kühlt.

Die Alpakas sind sehr gemütliche und liebe Tiere. Heinrichs geht sogar mit ihnen an der Leine spazieren und bringt sie ebenfalls auf den Weihnachtsmarkt mit. Die Ruhe der Alpakas wirkt sich auch auf Menschen aus. «Wenn ich mal total im Stress bin, setze ich mich einfach eine halbe Stunde auf die Weide und schon geht es mir besser», lachte Heinrichs.

Nachwuchs kommt

Auf der Farm wird es übrigens bald Nachwuchs geben. In ein bis zwei Monaten erwarten gleich drei Stuten Fohlen, was nach rund 12 Monaten Tragzeit eine echte Erleichterung sein wird. dzi

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