Hervest ist das Drehkreuz für alle Dorstener

Kreisverkehre regeln Verkehrsfluss

Besser kreisen als an roten Ampeln die kostbare Zeit totschlagen: In Hervest, um Hervest und um Hervest herum gibt es aktuell acht Kreisverkehre, der neunte ist Planung, ein zehnter im Gespräch. Das freut die Verkehrsteilnehmer, weil der Verkehr fließt. Doch Kreisverkehre sind eine kostspielige Angelegenheit.

Hervest

, 22.11.2017, 05:30 Uhr / Lesedauer: 2 min
Hervest ist das Drehkreuz für alle Dorstener

Einer der Kreisverkehre, hier der Kreisel an der Halterner Straße/Freiligrathstraße, die in Hervest ausgebaut worden sind. Luftbild: Blossey © www.blossey.eu

Acht Kreisverkehre gibt es im Ortsteil Hervest inklusive Marienviertel, Hervest-Dorsten und Hervest Dorf: drei auf der Halterner Straße, drei auf der Fürst-Leopold-Allee, einen weiteren auf der Straße An der Wienbecke/Luner Weg und einen weiteren Im Harsewinkel/Glück-Auf-Straße. Im Bau ist ein neunter Kreisverkehr an der Bismarckstraße/Am Holzplatz. Weil der Verkehr rotiert und fließt, könnten sich die Hervester vorstellen, dass weitere Kreisverkehre folgen. Zum Beispiel am Grünen Weg. Oder an der Marienstraße/Bismarckstraße. In deren Verlauf ist übrigens der zehnte Hervester Kreisverkehr aktuell in Planung: an der Kreuzung zur Luisenstraße/Möllenweg.

Rolf Rommeswinkel, Sprecher des Arbeitskreises Verkehr der Zukunftsinitiative Marienviertel, sagte auf der Quartiersversammlung am Donnerstag (16. November) in der ehemaligen Gerhart-Hauptmann-Realschule vor rund 150 Bewohnern des Viertels dazu: „Wir fänden es gut, wenn auch am Grünen Weg ein Kreisverkehr gebaut wird, damit eine Ampel den Verkehrsfluss nicht unterbricht.“ Hier wird nach dem Ende der Bauarbeiten an der Bismarckstraße eine der letzten Rotlichtanlagen den Verkehr regulieren. Sie könnte sich im Hervester Drehkreuz als hinderlich erweisen, fürchten die Anlieger.

Finanzierung ist unklar


Vor dem Bau des Kreisverkehrs müsste die Finanzierung geklärt werden. Zwar befände sich der Kreisverkehr auf der Kreisstraße Bismarckstraße, doch die Stadt müsste einen Eigenanteil schultern, wie Rommeswinkel auf unsere Anfrage sagte.

Bei Kosten von bis zu 450.000 Euro pro Kreisverkehr wären das im Falle des Grünen Weges etwa 150.000 Euro. „Das Geld hat die Stadt nicht.“ Eine denkbare Lösung könnte mit der Erschließung des Zollern-Geländes daherkommen. „Dann könnten Teile der Kosten über die Erschließungsbeiträge auf die Käufer der Grundstücke umgelegt werden“, sagte Rommeswinkel.

Doch vor Ablauf von drei Jahren rechnet Rommeswinkel nicht mit einer Lösung dieses Problems.

„Allein die Aufstellung eines Bebauungsplanes dauert zwei Jahre, außerdem müssen Altlasten auf dem Gelände der ehemaligen Maschinenfabrik beseitigt werden, bevor dort überhaupt mit einer Erschließung begonnen werden kann.“

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