Hervester informieren sich über Zukunft des Zechengeländes

Hochkarätiges Podium

Das Podium im alten Hervester Bahnhof war am Donnerstagabend hochkarätig besetzt: Stadtbaurat Holger Lohse hatte Vertreter der RAG-Montan-Immobilien und von E.ON-Ruhrgas sowie die Dorstener Umweltbeauftragte Dagmar Stobbe eingeladen, um Hervester Bürger über die Sanierung der ehemaligen Zechenflächen zu informieren.

HERVEST

von Von Sabine Bornemann

, 21.09.2012, 16:37 Uhr / Lesedauer: 2 min
Das Podium im Hervester Bahnhof war hochkarätig besetzt (v.l.): Diethard Sieber (RAG-Gutachter für Altlasten), Robert Kies (E.ON GmbH für Umweltberatung und Projektmanagement), am Pult Christian Heiderich (bei der RAG-Montan-Immobilien zuständig für Flächenrecycling) und rechts Volker Duddek von der RAG.

Das Podium im Hervester Bahnhof war hochkarätig besetzt (v.l.): Diethard Sieber (RAG-Gutachter für Altlasten), Robert Kies (E.ON GmbH für Umweltberatung und Projektmanagement), am Pult Christian Heiderich (bei der RAG-Montan-Immobilien zuständig für Flächenrecycling) und rechts Volker Duddek von der RAG.

Niemand baut auf einem Grund, in dem sich noch Gifte oder unsichere Hohlräume befinden. Kontaminierte Böden sollen in einem Landschaftsbauwerk unter einer Folie gelagert werden. An der Oberfläche wird der Hügel begrünt und soll mit seinen rund 12 Metern Höhe als kleiner Aussichthügel neben einem angrenzenden Festplatz genutzt werden. An diesem Punkt meldeten Bürger erste Bedenken an: „Können denn die Gifte von der Deponie nicht ins Grundwasser gelangen? Wie ist das mit der Wasserqualität?“ Aber Dagmar Stobbe konnte da beruhigen: Da die Folie wasserdicht sei, könne auch Regen die Giftstoffe nicht auswaschen.

Außerdem trage die RAG auf so einem ehemaligen Zechengelände eine „Ewigkeitslast“ und müsse Böden und Grundwasser ständig kontrollieren. Und im Stadtgebiet von Dorsten gebe es ohnehin keine privaten Gartenbrunnen mit Trinkwasserqualität. Das müsse auch gar nicht gewährleistet werden. Bürger äußerten ihre Sorge, dass es bis zur Ansiedelung von ersten Geschäften zu lange dauern könnte. Aber Heiderich erklärte, einige Zonen seien schon vorab saniert worden, beispielsweise dort, wo der Discounter geplant ist. Auch beim Thema Kohlenhafen gab es Diskussionsbedarf: Ungefähr 3500 Kubikmeter belastete Böden müssen von dort zum Deponiehügel gebracht werden.

Aber sowohl die Lippe- als auch die Kanalbrücke sind für LKW gesperrt. Und die Anwohner vom Hammer Weg waren nicht begeistert von der Vorstellung, dass die LKW bei ihnen vorbei oder durch den gesperrten Ortskern vom Dorf Hervest fahren könnten. Muss eventuell eine Brücke ertüchtigt werden? Auf solche Fragen blieb Stadtbaurat Lohse diesmal noch die Antwort schuldig. Die Anwesenden konnten sich Ansprechpartner und Telefonnummern notieren, falls ihnen im Arbeitsprozess irgendetwas aufstößt. Die meisten der etwa 50 Teilnehmer fühlten sich gut informiert und wollen zur nächsten Gesprächsrunde wieder kommen.

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