Hohe Kosten, kein Nutzen

Dorsten Das Trinkwasser in Dorsten ist gut. Davon ist die Rheinisch-Westfälische Wasserwerksgesellschaft (RWW) überzeugt.

26.07.2007, 18:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Derzeit treiben allerdings unseriöse Händler ihr Unwesen, die meist kostspielige Aufbereitungsanlagen verkaufen wollen.

"Völlig überflüssig" sind nach Auffassung von RWW-Sprecher Ulrich Schallwig solche Geräte. Auch wenn eine "Scheinanalyse" den RWW-Kunden etwas anderes vorgaukeln will. Schallwig widerspricht den vermeintlichen Ergebnissen vehement. "Das Trinkwasser wird laufend kontrolliert und erfüllt alle Anforderungen der seit Januar 2003 geltenden Trinkwasserverordnung." Es ist somit für alle Anwendungen im Haushalt ohne Einschränkungen zu nutzen, auch zum Zubereiten von Babynahrung. "Eine zusätzliche Aufbereitung durch spezielle Geräte, zum Beispiel Umkehrosmose, ist nicht erforderlich."

Die Verkäufer geben sich oft als Mitarbeiter des örtlichen Wasserversorgungsunternehmens aus, um Zutritt zu Wohnungen zu erhalten und "Wasserproben" zu nehmen. "Deshalb", rät Schallwig, "sollte man sich unbedingt den Firmenausweis zeigen lassen, den jeder RWW-Mitarbeiter stets bei sich trägt." Von der Verwendung von Geräten zur nachträglichen Aufbereitung von Trinkwasser rät Schallwig ohnehin ab. "Der Nutzen dieser meist recht kostspieligen Geräte ist zumindest fragwürdig." Zudem bestehe bei unsachgemäßer Anwendung die Gefahr, dass die Trinkwasserqualität negativ beeinflusst werde, ohne dass der Kunde es feststellen könne. dieb

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