Unfallfluchten: Schaukasten mit Stadtplan zerstört, Ladesäule gerammt

rnHohe Sachschäden

Noch kein Jahr alt und schon defekt: Ein Unbekannter hat in Wulfen eine Elektroladesäule an der Hervester Straße gerammt. Der Fahrer ist auf und davon. Der Schaden ist hoch.

Wulfen-Barkenberg

, 17.08.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Von der Öffentlichkeit werden spektakuläre Fälle von Fahrerflucht wahrgenommen. Doch auch die vermeintlichen Bagatellunfälle, die unbemerkt an der Öffentlichkeit vorbeigehen, sorgen für einen hohen Ermittlungsaufwand und verursachen beträchtliche Schäden.

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Als Beispiel dafür könnte die Elektroladesäule an der Hervester Straße in Wulfen stehen. Sie wurde Ende 2019 in Betrieb genommen. Seit einem Unfall ist sie defekt. Ein Unbekannter hatte sie mit seinem Auto gerammt und flüchtete nach der Karambolage.

6475 Verurteilungen wegen Fahrerflucht

Allein in Nordrhein-Westfalen gab es im Jahr 2016 nach Angaben des Statistischen Landesamtes IT.NRW 6475 Verurteilungen wegen des „Unerlaubten Entfernens vom Unfallort“, wie Fahrerflucht juristisch korrekt heißt.

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Bei jedem fünften Unfall sucht einer der Fahrer mittlerweile das Weite - nach Zusammenstößen im fließenden Verkehr oder auch nach Remplern auf dem Supermarkt-Parkplatz. Die Dunkelziffer ist hoch: Der Auto Club Europa (ACE) geht bundesweit von rund 500.000 Fällen pro Jahr aus. Neben angefahren Pkw werden auch oft Schaukästen, Laternen oder Säulen angefahren.

Glaskasten mit Stadtplan umgefahren

Aktuell gibt es in Wulfen und Barkenberg gleich zwei Stellen, wo Gegenstände im öffentlichen Raum stark beschädigt wurden. Zum einem wurde auf dem Wulfener Markt in Barkenberg ein Glaskasten für einen Stadtplan umgefahren. Wie die Polizei Recklinghausen auf Nachfrage mitteilte, läuft wegen dieses Unfalls ein Verfahren wegen Fahrerflucht.

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Der Stadtplan wurde, wie jetzt bekannt wurde, bereits am 5. August durch einen weißen Transporter gerammt und umgefahren. Der Fahrer selbst soll sich nach dem Unfall nicht um den angerichteten Schaden gekümmert haben. Er fuhr davon. Zeugen hatten sich aber das Kennzeichen gemerkt und die Polizei verständigt. Der angerichtete Sachschaden: 1500 Euro.

Ladesäule an der Hervester Straße außer Betrieb

Einen weiteren Vorfall gab es am vergangenen Wochenende in Wulfen an der Hervester Straße. Hier wurde eine Ende 2019 installierte Ladesäule für Elektro-Autos derart beschädigt, dass sie nicht mehr betriebsbereit ist.

Zwar hatte sich der Verursacher, wie ein Mitarbeiter der Stadt auf Nachfrage bestätigte, bei der angrenzenden Gaststätte nach dem Betreiber informiert, bei der Polizei hat er den Unfall aber noch nicht gemeldet. Sie ermittelt auch in diesem Fall. Auch wenn es ein Versehen war, so hat Betreiber Innogy großes Interesse daran, Hinweise zu dem Verursacher zu bekommen. Erreichbar für Tippgeber ist das Unternehmen unter Tel. (02361) 38-1189.

Die Stadt hat die Ladesäule von Innogy gepachtet. Innogy will sie umgehend reparieren, damit sie von E-Auto-Besitzern wieder genutzt werden kann.

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