Honsel baut "Dorstens größten Frischemarkt"

Eröffnung Ende Januar

Ralf Honsel baut auf dem alten Zechengelände "Dorstens größten Frischemarkt", wie er sagt. Ein Millionenprojekt, das Ende Januar 2018 eröffnet wird.

Hervest

, 14.09.2017 / Lesedauer: 3 min
Honsel baut "Dorstens größten Frischemarkt"

alf Honsel baut derzeit auf dem Zechengelände den „größten Frischemarkt Dorstens“. Ende Januar will er Eröffnung feiern.

Wenn Ralf Honsel eine Baustellenführung macht, beginnt er an dem großen Hinweisschild an der Parkplatzzufahrt. Nicht wegen der beeindruckenden Zahlen, die dort stehen. Ja, 2300 Quadratmeter groß wird die Verkaufsfläche sein. Das ist bekannt. Ja, 70 neue Mitarbeiter sucht der Kaufmann aus Holsterhausen – und wird sie problemlos finden. „Nächste Woche haben wir die ersten Gespräche.“

"Keine Lore in den Laden"

Es geht Honsel zunächst aber um einen anderen Aspekt: die Optik. So ein riesiger Frischemarkt muss ja ins Bild eines alten Bergbau-Areals passen. „Ich stelle mir bestimmt keine Lore in den Laden“, sagt Honsel lachend. Gold und Neon sind auch nicht sein Ding – „das gehört nach Düsseldorf“. Zu erkennen sind große Stahlplatten an der überwiegend schwarzen Außenfassade, auch die Innengestaltung soll farblich und gestalterisch an den Charme des alten Industriegebietes erinnern. „Das passt“, ist der 52-Jährige überzeugt.

Gang durch den Rohbau

Beim Gang durch den Rohbau gerät Ralf Honsel unweigerlich ins Schwärmen. 40 Meter lang wird die Frischetheke sein, 60 Meter beträgt die Wegstrecke vorbei an Molkerei- und gekühlten Produkten, 200 Quadratmeter misst die Verkaufsfläche für Obst, Blumen und Gemüse. Auch die eigene Wurstproduktion zieht nach Hervest und versorgt die Läden in Holsterhausen, Rhade und Wulfen-Barkenberg mit. Honsel setzt auf Frische im großen Stil. „Wir brauchen die Fläche komplett für Lebensmittel.“

Neueste Hygienestandards können hier bestens umgesetzt werden, sagt er: überdachte Warenanlieferungen, Hygieneschleusen, separate Umkleiden für Frische-Mitarbeiter und vieles mehr. „Qualitätsführer“ will Ralf Honsel in seiner Heimatstadt sein. „Wir befinden uns mit Aldi und Lidl/Kaufland in einem Haifischbecken. Ohne ein solches Flaggschiff ist es nicht möglich, mehrere kleinere Standorte dauerhaft wirtschaftlich erfolgreich zu betreiben.“ Und mithin hätte er seiner Tochter Julia (23), die inzwischen den Frischebereich des Familienunternehmens leitet, niemals raten können, ihre berufliche Existenz in Dorsten zu gründen.

Energiesparender Supermarkt

Die Junior-Chefin, derzeit im Urlaub, ist maßgeblich an dem Projekt beteiligt. Von der Beleuchtung, von mehreren Netzwerkschränken, modernsten Theken und einer imposanten Technik im Hintergrund spricht der Vater. „Dies ist für einen energiesparenden Supermarkt heute notwendig.“ Aufenthaltsräume, Büros und Umkleiden gibt es im Obergeschoss über der Warenannahme – mit Blick auf den Zechenturm. Wenn Ralf Honsel Ende Januar die Eröffnungsrede hält, wird manch einer denken, die Arbeit sei getan. „Nein“, sagt der Firmenchef, „dann fängt sie erst richtig an.“ Im Haifischbecken.

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