Hundehaufen vor Kinderspielplatz in Rhade

Verantwortungslose Halter

Hundehaufen auf Gehwegen, Hundehaufen an Hecken, Hundehaufen, wohin man geht. Aber gehen Hundehaufen an Spielplätzen? Auf gar keinen Fall findet ein Rhader Leser, der auf die Sauerei am Spielplatz Am Hünengrab aufmerksam macht.

Dorsten

, 21.02.2017, 15:58 Uhr / Lesedauer: 2 min

 Wofür ist ein Kinderspielplatz da? Richtig: Damit Kinder dort in einem geschützten Raum ihren Bewegungsdrang ausleben können. Hunde sind auf Kinderspielplätzen ausdrücklich verboten. Das weiß doch jedes Kind, aber längst wohl nicht jeder Hundebesitzer. Im Eingangsbereich des Spielplatzes Am Hünengrab/Bergstraße in Rhade häufen sich die Haufen. Eine Riesensauerei, wie Rhader Eltern finden.

Anlieger Michael Sondermann hat uns am Dienstag mit Fotos vom illegalen Hundeklo versorgt. „Das Problem besteht schon länger“, sagte er auf unsere Anfrage. Als Anlieger beobachte er regelmäßig, wie sich Hunde dort erleichterten und die Besitzer keinen Finger rühren, um den Kot zu beseitigen. „Das hat jetzt dazu geführt, dass Eltern von Kindern die Initiative ergriffen und Schilder aufgestellt haben“, so Sondermann. Die Schilder sprechen für sich. Damit appellieren die Macher an die Hundebesitzer, die Haufen in Tüten einzusammeln und fachgerecht in Mülltonnen zu entsorgen. „Aber bitte nicht in den Hecken am Hünengrab“, sagt Michael Sondermann. Er selbst hat seine vor seinem Grundstück entfernt, weil er dort regelmäßig Hundehaufen aufklauben musste.

Appelle helfen nicht weiter

„Appelle an die Hundebesitzer fruchten wenig“, weiß er. Einige Nachbarn hätten Hundehalter angesprochen. „Und die reagieren nicht immer einsichtig.“

Allerdings gebe es auch Hundehalter, so Michael Sondermann, die sehr rücksichtsvoll seien. „Sie sammeln die Hinterlassenschaften widerspruchslos ein.“ Dass Eltern von Kindern sich darüber ärgern, dass ihre Sprösslinge mit den Schuhen in einen Haufen geraten, hält Sondermann für absolut nachvollziehbar. Die Stadt Dorsten appelliert regelmäßig an die Hundebesitzer, sich verantwortungsvoll zu zeigen. Denn Hundekot kann Mensch und Tier krank machen.

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Beschwerden über die Hinterlassenschaften gibt es aus dem ganzen Stadtgebiet. Ausgerechnet in einer Stadt wie Dorsten mit einem massiven Anteil von Grünflächen stolpern Passanten auch in ländlichen Ortsteilen über Haufen. Beschwerden zuhauf gab es in Altendorf-Ulfkotte (rund um die Merzweckhalle und an der Grundschule) sowie im Naturschutzgebiet Lippedeich. Dort mussten die Schafe ferngehalten werden, weil sie sonst krank geworden wären.

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