In den Schulen in Dorsten steht auch Theater auf dem Stundenplan

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Theater im Unterricht: eine willkommene Abwechslung. Vor allem, wenn die Themen den jungen Leuten auf den Nägeln brennen. In Dorsten macht die Stadt den Schulen solche Angebote.

Dorsten

, 11.09.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die traditionelle Theaterfahrten für die Dorstener Schüler nach Oberhausen sind mit „Peter Pan“ natürlich gesetzt - wenn die Coronakrise mitspielt. Außerdem kommen Goethe für Kinder in die Klassenzimmer, die deutsch-englische Jugend-Komödie „The Spaceman“, die ministeriell vorgegebenen Deutsch-Abi-Stoffe wie „Die Marquise von O.“ und „Der Sandmann“ und noch einige mehr.

So viel Theater steckt in dem städtischen Kulturprogramm in und für Schulen, das für die kommende Spielzeit 2020/2021 erneut als offizielle Broschüre erschienen ist. Keine Verpflichtung für die Schulen, sondern ein freiwilliges Angebot.

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Anke Klapsing-Reich vom Amt für Schule und Weiterbildung hat als Leiterin des Bereichs „Kinder - und Jugendkultur“ dafür gesorgt, das aktuelle und relevante Themen behandelt werden, die den Kindern und Jugendlichen auf den Nägeln brennen. Die mobilen Produktionen und auch die Studio-Stücke rücken Klimawandel, Fake News. Mobbing, Sexualität, Aggressivität und andere Zeitthemen altersgerecht ins Rampenlicht.

Aber auch Zeitloses aus der Vergangenheit findet ihren Platz: So taucht die Geschichtenbühnen ein in die Welt der Märchen, Balladen und Legenden. Dazu haben Lehrer und Schüler die Möglichkeit, bei Autorenbegegnungen und Lesungen die Welt der Literatur kennenzulernen.

Keine Museums-Exkursionen möglich

„Leider hat uns Corona eine Strich durch unsere Planung von spannenden Ausstellungsbesuchen gemacht“, sagt Sabine Podlaha, Leiterin des städtischen Amts für Schule und Weiterbildung: „Durch die Schutzauflagen sind Exkursionen zu Museen zurzeit nicht organisierbar.“

Sabine Podlaha und Anke Klapsing-Reich vom Amt für Schule und Weiterbildung präsentieren das neue Schulkultur-Programm.

Sabine Podlaha und Anke Klapsing-Reich vom Amt für Schule und Weiterbildung präsentieren das neue Schulkultur-Programm. © Privat

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Dennoch sind auf den letzten Programmseiten einige Ausstellungs-Highlights aufgelistet: zum Beispiel Keith Haring (Museum Folkwang Essen), Beethoven im Pop (rock’n’pop Museum Gronau), Kindheit im Ruhrgebiet (Ruhr Museum Essen) oder Picasso/Miro (Kunstmuseum Münster). Zudem werden in dem Programmheft die Stücke der Kindertheater-Saison vorgestellt.

Vorschläge von Schulen erwünscht

. „Wir haben alle Register gezogen, alles coronagerecht zu regeln, haben vorher mit den Schulen gesprochen, um ein Stimmungsbild darüber, was möglich ist und was nicht, einzuholen und danach geplant“, so Sabine Podlaha.

Jetzt liegt es an den Schulen, die vielfältigen Vorschläge auch wahrzunehmen. Auch wenn sich wegen der Coronakrise durchaus noch Änderungen ergeben können. Sie betont, dass das Amt für Schule und Weiterbildung für Anregungen und Wünsche aus den Schulen für Theaterstücke und Lesungen offen ist.

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