In der Corona-Krise ruft Dorsten einen Altkleider-Stopp aus

Coronavirus

Die Stadt Dorsten bittet dringend darum, Altkleider-Container nicht weiter zu befüllen, sondern Kleiderspenden zunächst zu Hause zu lagern. Der Hintergrund ist auch hier die Corona-Krise.

Dorsten

, 07.04.2020, 14:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Immer mehr Altkleider in Dorsten

Immer mehr Altkleider in Dorsten: Die Stadt bittet nun darum, die Spenden erst einmal zu Hause zu lagern. (Symbolbild) © picture alliance / Armin Weigel/

Aktuell scheinen viele Dorstener ihre Kleiderschränke auszumisten. Die Folge: Die Menge an angelieferten Altkleidern ist in den letzten zwei Wochen extrem stark angestiegen. „Zugleich aber brechen die Verwertungsketten zusammen“, sagt Stadtsprecher Ludger Böhne. „Das gilt mindestens für die Standorte der Dorstener Arbeit. Bei den anderen Betreibern wird es aber ähnlich sein.“

Dorstener Arbeit findet keinen Abnehmer

Jürgen Erhardt, Geschäftsführer der gemeinnützigen Beschäftigungsgesellschaft „Dorstener Arbeit“, wird in einer Mitteilung der Stadtverwaltung wie folgt zitiert: „Unser Abnehmer hat uns mitgeteilt, dass er im Augenblick keine Altkleider verwerten kann. Das heißt, wir müssten die Kleiderspenden aus unseren rund 50 Containern im Stadtgebiet selbst einlagern.“

Erhardt hat hochgerechnet, dass die Dorstener Arbeit in den nächsten drei Monaten rund 200 Tonnen Altkleider einlagern müsste, wenn das Aufkommen unverändert bliebe. „Dafür müssten wir 600 Quadratmeter Lagerfläche schaffen.“

Das Müllaufkommen in Dorsten hat sich im März indes kaum verändert. Stadtsprecher Ludger Böhne: „Tendenziell ist ein leichter Rückgang bei den Sperrmüllmengen zu verzeichnen. Alle anderen Abfallmengen bewegen sich in der normalen Schwankungsbreite für das erste Quartal eines Jahres.“

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