In zwei Volksbank-Filialen in Dorsten gibt es bald keine persönliche Beratung mehr

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Die Vereinte Volksbank wird ab März 2020 in Dorsten die Beratung ihrer Kunden verändern. In zwei Filialen gibt es dann kein Personal mehr, an anderer Stelle wird „der Service ausgebaut“.

Dorsten

, 18.11.2019, 19:15 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die Vereinte Volksbank macht sich fit für die Zukunft. Sie will nach eigenen Angaben in Dorsten, Bottrop und Kirchhellen die technischen Möglichkeiten erweitern, gleichzeitig die Nähe zu Kunden und Mitgliedern nicht verlieren. „Den Begriff Nähe müssen wir aber neu definieren“, sagt Volksbank-Vorstand Ingo Hinzmann.

Zwei Filialen bleiben „auf rein technischer Basis“

Nach eingehender Analyse, welche Dienstleistungen und Produkte in welcher Filiale in Anspruch genommen werden, ist die Vereinte Volksbank zu dem Schluss gekommen, im März 2020 das Personal aus den beiden Filialen in Wulfen-Barkenberg und Altendorf-Ulfkotte abzuziehen.

Die Filialen bleiben „auf rein technischer Basis“ erhalten. Kunden können am Automaten Geld abheben, Aufträge erteilen und Kontoauszüge drucken. „Für beide Standorte gilt“, so Hinzmann, „dass es Beratung in unmittelbarer Nähe gibt – nämlich in Wulfen und Dorsten.“

Die Sparkasse Vest hatte bereits im Mai ihre Filiale am Handwerkshof in Wulfen-Barkenberg in ein SB-Center umgewandelt. Die Filiale an der Hervester Straße in Alt-Wulfen ist ausgebaut und personell verstärkt worden. Dorstens Sparkassen-Direktor Matthias Feller hatte dies mit „verändertem Kundenverhalten“ begründet.

Nähe zum Kunden persönlich und digital

Ingo Hinzmann und seine Vorstandskollegen Johannes Becker und Martin Wissing wollen, dass „die traditionell gute Nähe zu den Mitgliedern und Kunden“ künftig sowohl persönlich als auch digital gelebt werde. Die Servicezeiten in den einzelnen Geschäftsstellen wird das Genossenschaftsinstitut den Nachfragezeiten ihrer Mitglieder und Kunden anpassen, also deutlich flexibler handhaben. „Wenn jemand morgens früh eine Beratung wünscht, bekommt er sie.“

Auch die Beratungsqualität soll an allen Standorten mit Personal ausgebaut werden. „Bei speziellen Finanzthemen werden Spezialberater ihre Kompetenz und Erfahrung einbringen“, versichert Hinzmann. Eine interne Innovationswerkstatt befasse sich mit den digitalen Möglichkeiten für Kollegen und Kunden. Da gebe es „tolle Ideen“.

„Per Smartphone und Tablet Online-Banking betreiben und bei den entscheidenden Themen gute Beratung anfordern – das ist es, was heute und in Zukunft von uns verlangt wird“, so Hinzmann. „Wir werden agiler arbeiten müssen.“

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