Investor interessiert sich für Kinderheim-Grundstück

Neue Mercaden-Pläne

Das unter dem Titel "Mercaden Dorsten" geplante Einkaufszentrum am Lippetor könnte nun doch ein gänzlich anderes Gesicht bekommen. In der Diskussion ist eine große Lösung. Mehr Verkaufsfläche bedeutet diese allerdings nicht - dafür Außengastronomie, viel Grün und eine Sperrung für den Autoverkehr.

DORSTEN

von Von Michael Klein

, 06.09.2012, 10:39 Uhr / Lesedauer: 1 min
Investor Herbert Krämer will nach dem Abriss des Lippetor-Centers (Mitte und rechts) nun auch das Grundstück des alten Kinderheims am Westwall (weißes Gebäude ganz links) für seine Mercaden-Pläne nutzen.

Investor Herbert Krämer will nach dem Abriss des Lippetor-Centers (Mitte und rechts) nun auch das Grundstück des alten Kinderheims am Westwall (weißes Gebäude ganz links) für seine Mercaden-Pläne nutzen.

„Die 12.000 Quadratmeter dürfen nicht überschritten werden“, so der Dezernent. Woraus folgt, dass der Neubau wohl weniger als drei Verkaufsgeschosse bekommen dürfte, sollte er in die Breite gehen. Derzeit befindet sich die Stadt in Abstimmungsgesprächen mit dem Investor, „es gibt bislang nur Skizzenpapiere“, so Lohse. Nur vage äußerte er sich zu den terminlichen Konsequenzen, die die neue Entwicklung mit sich bringen könnte: „Der Abriss muss sich dadurch nicht zwanghaft nach hinten verschieben“, hoffte er aber.

Die neuen Verhandlungen hätten jedenfalls keinen Einfluss auf die Bewilligung des ersten Förderabschnitts des städtebaulichen Entwicklungskonzepts Lippetor. Wie in der Sitzung zu erfahren war, ist es sicher, dass die Stadt für dieses Jahr gut eine Million Euro vom Land aus dessen Stadterneuerungsprogramm bekommt. Geld, das auch für die Neugestaltung des Lippetorplatzes vor dem „Goldenen Anker“ und des ehemaligen Mensing-Hauses benötigt wird. Zudem soll dort die Unterführung komplett zurückgebaut werden.

Ein Mitarbeiter des Aachener Büros „HJPplaner“ stellte am Dienstag die ersten Pläne vor: Außengastronomie, viel Grün, Sperrung für den Autoverkehr. „Das ist nur ein erster Entwurf, den wir erst noch mit den Anliegern abstimmen müssen“, beruhigte Dezernent Lohse diejenigen kritischen Ausschuss-Mitglieder, die den Wegfall von Parkplätzen und die Zuwegung über die Bundesstraße bemängelten und wissen wollten, ob Sterne-Koch Björn Freitag überhaupt eine Nutzung für eine Außen-Terrasse beantragen würde.

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