"Ja" zum Famillienbüro

DORSTEN Grünes Licht gaben die Mitglieder des Dorstener Jugendhilfeausschuss in ihrer Sitzung am Montag für die Einrichtung eines Familienbüros (wir berichteten) im Rathausgebäude an der Bismarckstraße 5.

von Von Michael Klein

, 09.09.2008, 08:35 Uhr / Lesedauer: 1 min

Dezernent Gerd Baumeister entschuldigte sich dafür, dass die Vorbereitungszeit länger als gedacht gedauert hat. "Wir hatten ja anfangs versucht, das alles kostenneutral zu halten", sagte er. Was allerdings nicht möglich war. Dass nun zusätzliche Stellen geschaffen werden, störte die Politiker indes nicht im Geringsten.   "Jeder Euro ist hier gut eingesetzt", sagte CDU-Sprecher Stephan Ricken. Auch SPD-Sprecher Hans-Georg Wiemers freute sich, dass das Familienbüro eingerichtet wird: "Ich finde vor allem gut, dass eine Kooperation mit dem Gesundheitswesen stattfinden soll."Zu viele Komm-Strukturen

Ein wenig Kritik äußerte Monika Engfer vom Verband der evangelischen Kirchen. "Das Konzept beinhaltet zu viele Komm-Strukturen und setzt auf die Aktivität der Familien." Sie befürchtet, dass gerade die bedürftigen Familien, die man vordringlich erreichen wolle, fern bleiben.

Der zuständige Abteilungsleiter im Jugendamt, Sven Werk, verwies darauf, dass man im noch zu gründenden "Bündnis für Familie" versuchen werde, "da noch in die Breite zu gehen" und schauen wird, wo es nachzubessern gilt. Tobias Stockhoff (CDU) nannte es eine fatale Diskussion, sich nur auf sozial schwache Familien konzentrieren zu wollen: "Das Familienzentrum ist für alle da, wir wollen damit die Stadt insgesamt familienfreundlicher machen."Von Städten in der Umgebung abheben

Mit dem Familienbüro würde man sich positiv von den Städten in der Umgebung abheben, erklärte die CDU unterdessen in einer Pressemitteilung. "Im Hinblick auf den demographischen Wandel und den Wettbewerb um junge Familien hat sich Dorsten mit diesem Konzept sicherlich einen Standort verschafft."

Die Christdemokraten bedankten sich für die Arbeit der Verwaltung. "Für das Projekt mussten dicke Bretter gebohrt werden. Aber Politik und Verwaltung haben immer an einem Strang gezogen, um dieses wichtige Projekt umzusetzen", lobte Stockhoff die Arbeit der Fachverwaltung sowie des Bürgermeisters. Hans-Georg Wiemers schlug in der Ausschuss-Sitzung in die gleiche Kerbe: "Da steckt eine ganze Menge Arbeit drin."

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