Jahrzehnte Rockgeschichte auf einer Bühne

Konzert

Anlässlich der Eröffnungswoche des Hervester Begegnungszentrums „Leo“ gab es am Samstagabend ein Konzert der Extraklasse.

Dorsten

, 06.03.2016, 17:24 Uhr / Lesedauer: 1 min
Christof Stein-Schneider (l.), Ex-Mitglied von „Fury in the Slaughterhouse“, spielte am Samstag im neuen Soziokulturellen Zentrum "Das Leo" in Hervest.

Christof Stein-Schneider (l.), Ex-Mitglied von „Fury in the Slaughterhouse“, spielte am Samstag im neuen Soziokulturellen Zentrum "Das Leo" in Hervest.

Eine Prise BAP, etwas Fury in the Slaughterhouse, ergänzt mit Udo Lindenbergs Panikorchester, abgerundet von Leningrad Cowboys. Und Ritchie Blackmores Rainbow als Zugabe. Perfekte Zutaten für einen außergewöhnlichen Rockabend. Hochkarätige Musiker der deutschen und internationalen Rockszene standen gemeinsam auf der Bühne und boten 250 Gästen eine Show, die nicht so schnell in Vergessenheit gerät. Die Band „Zöller und Konsorten“ war ohne Zweifel das Highlight des Eröffnungswochenendes.

30 Jahre bei BAP gespielt

Jürgen Zöller hat 50 Jahre Rock-Geschichte von seinem Schlagzeughocker aus mitgeschrieben. Supermax, James Last, Reinhard Fendrich, Inga Rumpf und BAP sind nur einige Musiker, mit denen er spielte. Bei BAP saß er ganze 30 Jahre am Schlagzeug, bis er die Band Zöller und Konsorten gründete. Neben ihm spielen hier Steffi Stephan (Panikorchester), Christof Stein-Schneider (Fury in the Slaughterhouse) und Lyle Närvänen (Leningrad Cowboys). Am Samstagabend ergänzte kein Geringerer als Tony Carey (Ritchie Blackmores Rainbow) an den Keyboards das Quartett. Aus Tony Careys Feder stammt der Welthit „Room With A View“.

Rockgeschichte gelebt

Eines war von Beginn an klar, als die Musiker die Bühne im „Leo“ betraten: Diese Fünf haben nicht nur Rockgeschichte geschrieben, sondern auch gelebt. Sie bereisten die Welt und waren „On The Road“ zuhause. Ihre Geschichte, ihre Erfahrungen waren Inhalt der Lieder. Klassische, gradlinige Rocksongs ließen Momente aus 50 Jahren Rockgeschichte lebendig werden. Besonders die Älteren im Saal fühlten sich von den Songtexten angesprochen. Aber am meisten faszinierte die handgemachte, direkte Musik, die sich wohltuend von vielen durcharrangierten Konzerten abhob. Das „Leo“ hat an diesem Abend seine Feuertaufe bestanden. Im Saal und in der angrenzenden Bar war die Stimmung gut. 250 Gäste hatten ihren Spaß und forderten von Zöller und Konsorten mehrere Zugaben.

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