Karten für Silvesterparty gingen weg wie warme Semmeln

Lange Warteschlangen

Vor dem Pfarrheim der St.-Laurentius-Gemeinde tummeln sich am Samstagmorgen Hunderte Besucher und das, obwohl es gerade einmal 9 Uhr ist. Sie warten auf den Startschuss zum Kartenverkauf der größten Silvesterparty, die es bisher in Lembeck gab.

Lembeck

, 17.09.2016, 13:44 Uhr / Lesedauer: 2 min
Karten für Silvesterparty gingen weg wie warme Semmeln

Glückliche Kartenbesitzerinnen: Ulla Winkelmann und Doro Fitzlaff freuten sich darüber, dass sie noch Karten für die Party bekommen haben.

Um 9 Uhr öffnet Ludwig Drüing vom Verein "1000 Jahre Lembeck", der die Party organisiert, die Türen. "Wir haben uns gedacht, dass viele schon frühmorgens kommen, aber dass es so viele sind, macht uns doch ein bisschen stolz", freut sich Drüing am Samstag.

Campingstühle mitgebracht

Einige der Wartenden haben sich sogar Campingstühle mitgebracht: "Die ersten Leute waren heute Morgen um sechs Uhr hier", so Drüing. Die lange Schlange vor dem Pfarrheim verspricht eine lange Wartezeit auf die 2000 begehrten Tickets, doch dieser Eindruck täuscht: Denn die Organisatoren sind top vorbereitet und haben ein System ausgeklügelt, das es möglich macht, mehrere Leute gleichzeitig abzuarbeiten. "Es ist alles gut gelaufen. Die Leute waren sehr nett und wir konnten viele Wünsche erfüllen", sagt dann auch "Verkäuferin" Jutta Kölnberger um 10.20 Uhr, als sie zum ersten Mal für einen kurzen Moment durchatmen kann, weil die Schlange zum ersten Mal an diesem Morgen abgerissen ist und alle Wartenden ihre Kartenwünsche bis dato erfüllt bekommen haben.

Zwischendurch wurde es eng

Zwischendurch wurde es aber ganz schön eng. "Wir machen diese Veranstaltung in diesem Jahr zum ersten Mal, damit konnten wir bisher nur schätzen, wie die Nachfrage wohl ist und haben uns ein Konzept zum Aufbau im Zelt ausgedacht", erklärt Drüing. Vorgesehen waren in diesem Konzept rund 500 feste Sitzplätze. "Für den Fall, dass die Nachfrage nach den Sitzplätzen besonders groß ist, gab es aber von Anfang an einen Plan B", so Werner Kleine-Vorholt, der sich von der ersten Minute an der Planung der großen Sause beteiligte.

Tatsächlich war die Nachfrage so groß, dass die Veranstalter das Kontingent für die Sitzplatzkarten vergrößerten. Aber auch hier wurde es schon gegen 11 Uhr ziemlich knapp: "Es sind nur noch wenige Karten da", begrüßte Drüing Ulla Winkelmann und Doro Fitzlaff, die auch noch unbedingt eine Karte ergattern wollten. "Dass die Karten gut weggehen, haben wir uns schon gedacht. Wir haben uns sogar Klappstühle mitgebracht, weil wir uns auf eine lange Wartezeit eingestellt haben", erklärt Ulla Winkelmann mit einem Lachen.

Die brauchten sie zu diesem Zeitpunkt allerdings nicht mehr: "Wir sind jetzt einfach nur glücklich, dass wir Karten bekommen haben und freuen uns auf die größte Party in diesem Jahr." Auch im Nebenraum, in dem die Karten für die Stehplätze und die 16- und 17-Jährigen verkauft wurden, riss die Nachfrage nicht ab: "Wir sind total zufrieden, wie der Verkaufsstart gelaufen ist", findet Carsten Nöding. Ihn beeindruckt vor allem, dass nicht nur die Lembecker so früh am Morgen in der Schlange standen, sondern auch viele Besucher aus Rhade, Reken, Raesfeld, Wulfen, Deuten, Dorsten und sogar aus Haltern.

Verkauf bis 14 Uhr

Der Verkauf ging noch bis 14 Uhr weiter. Ob noch Karten übrig geblieben sind und ob es einen zweiten Verkaufstag geben wird oder vielleicht sogar eine Abendkasse, dazu wollten sich die Veranstalter am Samstag noch nicht äußern: "Wir warten erst mal ab, wie viele Karten heute noch weggehen." Am Sonntagmorgen gaben sie aber bekannt, dass noch einige Restkarten aus der Kategorie 2 zu haben seien. Wo und wann die Karten verkauft werden, ist aber noch unklar. 

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