Kegler badeten im Schweine-Modder

24.07.2007, 17:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Schermbeck So kann's gehen. Da schläft ein Kegler immerfort bei einer Fete, und schon hat ein ganzer Club einen Namen gefunden. Bereut haben sie es nie, und schämen brauchen sie sich auch gar nicht für den ungewöhnlichen Namen, denn wer den Keglern in der Gaststätte "Zur Mühle" zuschaut, wird bald merken, dass dort alles andere als Schlafmützen am Werke sind.

Die blaue und die rote Schlafmütze, welche die jeweiligen weiblichen und männlichen Pudelkönige tragen müssen, und ein von Annette Winter kreierter Vereinswimpel, der in der Form einer Schlafmütze ähnelt, erinnern an die Namengebung.

Gesellige Höhepunkte

Während eines Klassentreffens in der Schermbecker Hauptschule sprach Marianne Rademacher die Idee aus, einen Kegelclub zu gründen. Gleichgesinnte waren in der Verwandtschaft und im Bekanntenkreis schnell gefunden. Die erste Kegelpartie fand am 25. Juli 1982 statt. Seit jenen Tagen wurde das Vereinslokal "Zur Mühle" nicht gewechselt. Gesellige Höhepunkte hat es für die Kegler Heike Mechlinski, Karl-Heinz und Annette Winter, Karl-Heinz und Marion Freitag, Erwin und Doris Duschek sowie für Günter und Marianne Rademacher in der Vergangenheit reichlich gegeben.

Alle Geburtstage mit den Endziffern 0 und 5 werden gemeinsam gefeiert, ebenso besondere Hochzeitstage, für die auch ein Kranz gebunden wird. Neu ins Programm der geselligen Veranstaltungen wurden im Jahre 2004 Fahrradtouren aufgenommen. Die erste Tour führte nach Krudenburg. Im Jahre 2005 wurde Rhade angesteuert.

"Die Schlafmützen" sind längst nicht mehr so durstig wie in der Anfangszeit. Die Zeiten, in denen ein Kegelabend mit einem "Jägermeister"-Nachschlag am Gahlener Mühlenteich endete oder an einem Osterfeuer bei Overbeck, sind längst vorüber. So wird sich das unfreiwillige Bad zweier Kegler im Schweine-Modder kaum wiederholen.

Gescheut hat man sich fast nie, zu den Gemeindemeisterschaften anzutreten, aber die Kugeln wollten auf den fremden Bahnen nie so gut laufen, dass man es jemals geschafft hätte, an der Endrunde der gemischten Clubs teilnehmen zu können. Im Einzel waren die Damen erfolgreicher. Außer Schriftführerin Marianne Rademacher haben alle schon einmal an der Endrunde teilgenommen. H. Sch.

Lesen Sie jetzt