Keine Freude über Aus der Wichernschule

Von-Ketteler-Schule

Das Aus der Wichernschule ist entschieden. Beim Ratsbürgerentscheid stimmten nicht genügend Dorstener für den Erhalt der Grundschule im Marienviertel. Das freut die Schulgemeinde der benachbarten Von-Ketteler-Schule nicht.

Dorsten

, 15.12.2015, 17:44 Uhr / Lesedauer: 1 min
Keine Freude über Aus der Wichernschule

Außenansicht des Gebäudekomplexes der Von-Ketteler-Schule an der Bismarckstraße. Nicht zu sehen sind die Container, in denen die Schüler provisorisch untergebracht wurden und die auf dem rückseitigen Grundstücksgelände stehen.

„Ich bin nicht froh über den Ausgang des Bürgerentscheids am Sonntag. Viele Wunden sind auf beiden Seiten geschlagen worden und ich habe großen Respekt, wie sich die Eltern der Wichernschüler für ihr Anliegen eingesetzt haben“ – Margarete Kannengießer´, Schulleiterin der Von-Ketteler-Schule, hält den Wahlausgang, wonach die benachbarte Wicherngrundschule sukzessive auslaufen soll, erst einmal nicht für eine frohe Botschaft.

Wachsendes Schulzentrum

Wicherngrundschule auf der einen Seite und wachsendes Förderschulzentrum auf der anderen Seite teilen sich bekanntlich das Schulgelände an der Bismarckstraße 187/189. Zuletzt wurde der Platz an der Förderschule immer enger, weil die Von-Ketteler-Schule ein wachsendes „Schulunternehmen“ ist. Ein von Eltern und Politikern gewolltes Schulzentrum, das Kinder aus drei Förderschulen unter einem Dach vereinen soll. Das hat der Rat im Dezember 2012 so beschlossen.

So zogen die Korczakschüler 2013 ins Marienviertel um. Die Kinder der Astrid-Lindgren-Schule folgen 2017. Wegen des über ein halbes Jahr schwebenden Verfahrens um die Schließung der Wichernschule, das jetzt mit dem Ausgang Ratsbürgerentscheid beendet wurde, geriet die Von-Ketteler-Schule in Bedrängnis.

Nicht genügend Raum

Einige Kinder mussten in Containern untergebracht werden, weil im Schulgebäude selbst nicht genügend Raum zur Verfügung steht. Umso froher ist Margarete Kannengießer darüber, dass die Eltern ihrer Schule kein Öl ins Feuer gegossen hätten und sich bis zum Ende des politischen Verfahrens „sehr zurückgehalten haben“. Margarete Kannengießer wünscht sich jetzt, dass das Planungsverfahren in Ruhe über die Bühne geht, „damit die Wunden verheilen können und wir weiterhin in Frieden miteinander leben können“.

Auch bei der Stadtverwaltung scheint man es mit den weiteren Planungen zum Ausbau des Förderschulzentrums nicht besonders eilig zu haben. Stadtpressesprecherin Lisa Bauckhorn sagte  auf Anfrage, dass die Vorlage, wie man sich das künftige Förderschulzentrum vorstellen könne, „uralt ist“. 

 

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