Keine "Schnapsidee"

Altendorf-Ulfkotte "Ein bisschen anders und doch ganz normal", ist nicht nur eine der Textzeilen aus "Alles okay" von Saint Koppschuss, sondern hätte auch das Motto des ersten "Polstock" im Anno 200 sein können.

29.07.2007, 18:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Rund 100 Rock-, Metal- und Punkfans hatten sich hier am Samstag versammelt, um bei ihrer Lieblingsmusik so richtig zu feiern.

Die Idee zu dem Festival kam Organisator Gerrit van Geldern schon vor einiger Zeit. "Es war schon lange ein Traum von mir, so etwas auf die Beine zu stellen", erklärte er. Doch das Unternehmen erwies sich als gar nicht so einfach. Aus einer Bierlaune heraus informierte er seine Kollegen über sein Vorhaben und die hielten es für alles andere als eine "Schnapsidee". "Wenn wir schon nicht beim Woodstock oder auf dem Wacken spielen können, dann holen wir uns eben die Musik nach Polsum", grinste van Geldern in Anbetracht seiner Berg und Propheten-Theorie.

Von Marl nach Dorsten

Nach einigen Anfragen bei diversen Bauernhöfen, ob man dort ein solches Festival veranstalten dürfe, sank die Euphorie jedoch zunächst in den Keller. Aus lauter Verzweiflung dachte man bereits über eine etwas größere heimische Gartenparty nach, doch das hätte nach Aussage von van Geldern den Rahmen gesprengt. So war er umso erleichterter, als sich plötzlich die Gelegenheit ergab, das Festival in Dorsten zu feiern. Zwar war jetzt der Name "Polstock", eine Mischung aus Polsum und Woodstock, nicht mehr ganz zutreffend, aber egal. Hauptsache das Festival konnte starten.

Und für die Premiere einer solchen Party war es auch schon recht voll. Trotz wenig Werbung im Vorfeld kamen dennoch durch viel Mundpropaganda rund 100 Besucher, die sich gut amüsierten. Das war kein Wunder, denn schließlich wurde ihnen einiges geboten. Neun Bands spielten ab dem frühen Nachmittag eine Mischung aus Nickelback, Korn, den Toten Hosen, Green Day und anderen Punk-Rock- und Metalbands.

Veranstalter van Geldern war durchaus zufrieden mit der Resonanz nicht nur des Publikums. "Wir haben hier viele Bands wieder gesehen, die wir von anderen Veranstaltungen her kennen", so der Organisator. Schon allein deshalb soll das Fest auch im nächsten Jahr stattfinden, wahrscheinlich wieder in Dorsten. Auf Grund der positiven Stimmung werden sich dann unter Garantie auch mehr Fans der handgemachten Musik einfinden. dzi

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